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--- Was haben wir hier? - gelöst: Gerastos cuvieri (http://www.trilobita.de/wbb2/thread.php?threadid=1145)


Posted by Jens on 03.04.2012 at01:28:

  Was haben wir hier? - gelöst: Gerastos cuvieri

Hallo allerseits,

momentan sind wohl alle beim Frühjahrsputz oder Osteier verstecken üben, aber ich halte die Stellung und präsentiere mal wieder ein neues Präpprojekt.

Ein nicht sehr grosser Trilobit. Mal sehen, wer rauskriegt was es ist, wie alt und woher.

lg,
Jens



Posted by Xiphogonium on 03.04.2012 at09:01:

  RE: Was haben wir hier? - 1

Ich taste mich mal langsam vor und frage: Ist das Eifel? Glücklich5



Posted by Jens on 03.04.2012 at09:22:

 

Und ich sage ganz langsam: ja;-)

lg,
Jens



Posted by Xiphogonium on 03.04.2012 at09:28:

 

Wenn ich mich nur auf den Rolli konzentriere würde ich auf Geesops etc. aus dem Mitteldevon tippen .... zusammen mit einer Solitärkoralle?



Posted by Jens on 03.04.2012 at09:31:

 

Mmh, ein richtiger Rolli ist es nicht, schau doch mal auf das Schnittbild (Nr. 1). Und die Solitärkoralle ist das Hypostom.

äh, Geesops ist es auch nicht.

lg,
Jens



Posted by Xiphogonium on 03.04.2012 at09:37:

 

Vielleicht ein Cornu ..... ansonsten passe ich ... Süffisant



Posted by Jens on 03.04.2012 at09:42:

 

Auf Cornuproetus hatte ich am Anfang auch getippt, aber aufgrund fehlender Wangenstacheln kann es nicht sein. Na was bleibt dann noch und von welcher Lokalität reden wir.

Ich habe übgrigens vor 2 Tagen schon ein fertiges Präparat von dort vorgestellt, ohne dass jemand drauf reagiert hat. Nun die Frage, in welchem Thread;-)

lg,
Jens



Posted by Xiphogonium on 03.04.2012 at09:46:

 

Gerastos, halt? Augenroller



Posted by Jens on 03.04.2012 at09:56:

 

Geht doch;-) Es wird sich wohl um einen recht guten Gerastos cuvieri handeln, mit heller Schale und schönen Details. Allerdings wohl ohne Holzmasurierung;-)

Ist eine etwas ungewöhnliche, aber durch das sichtbare Hypostom recht interessante Lage.

Inzwischen sind die Teilstücke schon geklebt und mal sehen ob ich heute Abend nach dem Französischkurs noch etwas Zeit finde weiterzumachen.

Die Präparation ist bei Geeser Material nicht sehr schwierig, weil die Trennung gut ist. Allerdings muss man natürlich trotzdem gehörig aufpassen, da die Schale empfindlich ist und vergleichbares Material eben nicht unbegrenzt zur Verfügung steht.

lg,
Jens



Posted by Jens on 03.04.2012 at13:26:

 

So,

es ist Mittagszeit, habe etwas Zeit um den Stand von gestern Abend festzuhalten. Die beiden Hauptteilstück sind fix mit dem Stichel vorformatiert worden und dann mit Sekundenkleber wieder zusammengefügt worden. Habe auf Epoxy bewusst verzichtet, weil die leicht mergeligen Kalke auch mit Sekundenkleber ausreichend stabil geklebt sind und keine Schalenteile fehlten, die man hätte abgiessen müssen.

Nunja, wir werden sehen. Habe den Gerastos jetzt nicht gemessen, aber er ist relativ gross, schätze mal so zwischen 2 und 3 cm lang.

lg,
Jens



Posted by Jens on 03.04.2012 at21:40:

 

Hi,

abendliche Updates. Die Präp geht schnell voran. Der Trilo liegt ziemlich tief im Stein, so dass am Ende wenig Matrix über bleiben wird.

Erhaltung ist gut, die linke Wange etwas verdriftet. Würde dass aber als taphonomischen Effekt deuten, da das Hypostom in situ liegt, wir also von einem gestorbenem Exemplar ausgehen können.

lg,
Jens



Posted by Xiphogonium on 03.04.2012 at21:48:

 

Na, ein bisserl Holzmaserung seh' ich da aber auf der Glabella schon, Glückwunsch! ThumbsUp3



Posted by Fred on 03.04.2012 at22:05:

 

Very nice, fascinating colouring too.



Posted by Jens on 03.04.2012 at22:08:

 

Glückwunsch erfolgt zu früh, die rechte Wange fehlt Traurig8

Hatte gerade noch etwas gestichelt und das Teil ist nicht da. Adé, die Idee mit dem gestorbenen Exemplar, es ist wohl doch ein Häutungsrest. Was aber die Frage aufwirft warum das Hypostom da ist?

Müsste bei einer Häutung sowas nicht als erstes wegfliegen oder ist es durch Bänder mit dem Rest vom Carapax fixiert. Ich entsinne mich das Hans-Hartmut Krüger bei der systematischen Hypostomsuche bei Asaphiden auch Hypostome gefunden hat, wo den Exemplaren eine Wange fehlte.

Tja, seltsam, seltsam.

lg,
Jens.

Aber hast ja recht, etwas Maserung ist da;-)



Posted by Xiphogonium on 03.04.2012 at22:27:

 

Tja, soll vorkommen. Machst du ihn trotzdem weiter ...?



Posted by Jens on 03.04.2012 at22:32:

 

klar, warum nicht. Ist ja jetzt kein schlechtes Exemplar. Gees hat eben auch ne hohe Fehlerquote, nicht jeder Trilos ist da perfekt.

lg,
Jens

PS. Immerhin kann man die Muskelansatzstellen gut sehen;-)



Posted by eifliarges-joe on 04.04.2012 at22:13:

 

Hallo Jens,
die Wangen scheinen sich bei Gerastos cuvieri vom Pelm-Salmer-Weg nahezu immer als erstes vom Corpus zu trennen. Mir ist das diverse Male dort aufgefallen (von Kippstellung über Versatz bis zum "Verlust".
Viele Grüße
Jürgen



Posted by Jens on 04.04.2012 at22:58:

 

Hallo Jürgen,

jau, danke für die Info. Ich glaube inzwischen, dass das Problem der fehlenden rechten Wange mehr generell ist und was mit dem Häutungsverhalten von Gerastos zu tun hat, denn ich kenne mehrere Gerastos von Marokko wo die rechte Wange fehlt. Es gibt solche Befunde öfters mal in der Trilowelt. Bei Crotalocephalina fehlt dagegen bevorzugt die linke Wange und der hintere Teil des Pygidiums ist etwas eingerollt;-)

Denke es handelt sich dabei um Häutungspositionen, denn auch Häutungshemden können ja mehr oder weniger komplett überliefert werden.

lg,
Jens



Posted by eifliarges-joe on 04.04.2012 at23:28:

 

Hallo Jens,

auch jau...!
Ich denke, das ist eindeutig und wird in Zukunft auch allgemein anerkannt werden - zumindest für bestimmte Gruppen.

Viele Grüße
Jürgen


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