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Posted by Xiphogonium on 09.07.2011 at12:40:
In der Tat, die Flecken sind's, die ich in dieser Deutlichkeit noch an keinem
Harpes gesehen habe. Deutlicher geht es kaum, und mir stellte sich direkt die Frage, ob die im Verhältnis riesigen Ansatzstellen im hinteren Bereich der Glabella im Vergleich zu den doch eher kleinen Ansatzpunkten zwischen den ersten Loben etwas mit dem Einrollen zu tun haben. Sind die hinteren Ansatzpunkte (und damit die dort offensichtlich massiv verankerten Muskeln, so die Interpretation zutrifft) ein Relikt jener Muskeln, die für das Einrollen verantwortlich sind ..... oder ist dies vielmehr sogar ein Hinweis auf die von uns allen gesuchte Lebensweise von
Harpes?
Lassen sich aus der Größe dieser Ansatzpunkte bei gleichzeitiger Unwissenheit über die genaue Morphologie des lebenden Tieres Hinweise ziehen?
Posted by Jens on 09.07.2011 at12:44:
Hi Mike,
Frank Rudolph hat in seiner Diplomarbeit eine Reihe von Trilobiten und ihre Muskelansatzstellen untersucht. Man kann daraus schon Rückschlüsse ziehen, auf jedenfall ein wichtiger Fund. Denke mal wir müssen Frank mit involvieren. Schicke im doch mal die Bilder an seine fossilbuch-Adresse.
Er wird dir da sicher einiges sagen können, zumal er sich ja momentan mit der Gruppe beschäftigt.
lg,
Jens
Posted by Xiphogonium on 09.07.2011 at12:48:
Gute Idee, werde ich heute abend mal machen ...!
Posted by Andries on 10.07.2011 at13:12:
Eine sehr interessante Frage.
Ich überlege gerade, ob es Sinn macht, so einen großen Muskel fürs aufrollen zu verwenden. (Mir fällt auch nichts besseres ein).
So ein grosser Muskel würde beim zusammenrollen enorm "verkürzt" und würde meines Erachtens den Hohlraum ziemlich ausfüllen.
Ausserdem liegt der Muskelansatz in der Glabella und somit wäre eine Verbindung zum Hinterleib nicht gerade ergonomisch.
Könnte es sein, dass die Muskeln vielleicht das Hypostom (falls vorhanden) festgehalten und "bewegt" haben?
Oder vielleicht sogar innere Organen?
Posted by Xiphogonium on 29.07.2011 at14:33:
Ach, Gott, das hab' ich ganz vergessen ....... muß ich nachholen, aber gleich fahr ich erst mal in den Westerwald bis Sonntagabend.
Posted by Xiphogonium on 06.08.2011 at15:05:
Soderle, ich habe selbst auch noch ein paar Aufnahmen gemacht und alles zusammen an Frank Rudolph geschickt ...
Posted by Jens on 06.08.2011 at17:57:
Goodi,
bin mal gespannt was er meint. Ist ja auch ein herrlicher kleiner Käfer den du da hast. Brauche sowas auch, mal schauen, vielleicht krieg ich ja auch wat ran;-)
lg,
Jens
Posted by Xiphogonium on 06.08.2011 at18:28:
Habe eben eine vielleicht interessante Beobachtung gemacht, die ich auf der letzten Seite meines Neuzugangs in der Galerie erwähne:
http://www.trilobita.de/gallery/harpetida/harpes4/harpes4c.htm
Ist vielleicht reiner Zufall, zwei Exemplare sind zu wenig um da eine Tendenz nachzuweisen, aber ich werde mal darauf achten ....
Posted by Jens on 06.08.2011 at19:47:
Hi Mike,
kann schon sein, dass du da was auf der Spur bist. Es wird schon was mit dem Häutungsvorgang zu tun haben. Vielleicht erklärt ein weiteres Exemplar aus dem Hause Hammi die Idee:
http://www.trilobiteshop.com/harpes_perradiatus_1/new_harpes_back.htm
Schätze etwas ähnliches ist auch deinem Harpes-Cephalotorax-Exemplar passiert. Vielleicht liegt der Rest auch ähnlich versteckt etwas tiefer;-)
Bei dem verlinkten Exemplar, auch ein Bohemoharpes und nicht Harpes perradiatus geht die Disartikulation aber schon früher los.
lg,
Jens
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