Marokko 2009 - Ein paar Impressionen - Block 2 |
Xiphogonium
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| Marokko 2009 - Ein paar Impressionen - Block 2 |
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Der Übersicht halber - und weil zu viele Bilder in einem Thread zu lange Ladezeiten benötigen - mache ich hier weiter .....
8. & 9. Oktober
Nach einem ordentlichen Frühstück wurde der Land Cruiser mit allem beladen, was man in der Wüste so nötig hat - inklusive ein paar Flaschen Coke für den kleinen Mikey! ;) Kurz vor Mittag ging es dann Richtung Ma'der - Ziel Oufaten.
Um dort hinzukommen, fährt man zuerst einmal eine der Ausfallstrassen für einige Dutzend Kilometer. Kurz hinter dem Örtchen M'cesisi (wird sicher anders geschrieben <g>) schlägt man das Steuer scharf nach links ..... und schwups ist man auf der Piste. Jetzt geht es erst einmal nur noch in sanftem Tempo voran Richtung Issimour. Die Landschaft ist Stein- und Geröllwüste mit vereinzelter Vegetation. Trotzdem kann es vorkommen daß man mitten im Nirgendwo auf Einheimische beim Kamele hüten (sind aber Dromedare) trifft. Davon gibt es später noch ein paar schöne Bilder. Auge in Auge mit Drommi Tommy! <g>

Auf der Fahrt nach M'cesisi - Marokko ist ein Land großartiger Landschaften
In den nächsten zwei Stunden wechselt sich reine Piste mit einigen geschotterten "Strassen" ab. Man kreuzt den abgegrabenen Psychopyge-Couche am Issimour und steuert Richtung Bou Dib, dann wieder reine Piste Richtung des südwestlich gelegenen Oufaten.

Im Innenbereich des großen Issimour. Hier das östliche Ende, das nach Westen hin deutlich ansteigt.
Nicht weit vom Oufaten entfernt kommt man an einer Stelle vorbei, die sich über Kilometer hinzieht ....... hier kamen all die großen Dicranuren her, die man auf den Börsen findet. Heute arbeitet hier keiner mehr und ohne schweres Gerät dürfte man auch nicht so ohne weiteres an die Dinger rankommen. Links zieht sich eine scheinbar unendlich lange Abraumhalde. Dahinter liegen die bzw. der Graben, angeblich bis auf 2 Meter nach unten. Wir haben aber nicht angehalten und so kann ich davon keine Bilder zeigen.

Dicranurus-Couche am Oufaten

Aus einer etwas anderen Perspektive.
Einige Zeit später bog Hammi wiederum scharf nach links ab. Wir nähern uns der angepeilten Fundstelle am Oufaten. Eine ziemlich sandige Gegend, die Hammi schliesslich auf den letzten Metern noch dazu zwang den Allradantrieb einschalten. Dazu musste an den Vorderrädern aussen jeweils ein Zylinder gedreht werden. Zu viel Elektrik ist hier draussen ohnedies allzu gefährlich .... ich habe mir sagen lassen daß man hier mit all den schönen "Geländewagen", sei es von BMW, Mercedes oder VW, nicht allzuweit kommen würde. Daher sieht man in Marokko auch meist nur zwei Typen: Tyoyota Land Cruiser und Landrover Defender. Hat den Vorteil daß Ersatzteile einfacher zu bekommen sind weil diese Typen häufig gefahren werden.

Kurz vor der Fundstelle, die kleinen Dünen lagen schon hinter uns.
Die eigentliche Fundstelle bestand in einem ausgetrockneten Flußbett am Fuß einer Erhebung.

Über den Sand nach unten. Dort versteckten sich die kleinen Racker!
Nach einem kleinen Imbiss baute ich erst einmal meine Dackelgarage auf .... das Zelt hatte ich bereits letztes Jahr im Einsatz, da musste es heftigem Regen und Gewitter standhalten. Dieses Jahr gab es zwar kaum Wasser, dafür musste es später erfahren was eine "Luftwelle" anrichten kann, die spätabends über die Ebene rollt wie eine Wasserwand und mit eben dem Geräusch .... aber dazu mehr gegen Ende des ganzen Berichts.

.... während die anderen selbstredend umgehend daran gingen unschuldige Steine mit harten Hammerschlägen zu malträtieren. Diese Barbaren! Keinen Blick für die schöne Gegend.

"Schlägertypen"! ;)

Dabei ist die Landschaft hier nur allzu einladend. Zugegeben, diese Stelle war recht einfach zu erreichen, selbst für so einen faulen Kerl wie mich, aber zum Kloppen war es mir immer noch zu heiß. Aber auch die anderen hatten Glück daß sie nicht an die wirklich "heißen" Stellen gehen mussten. Auf den nächsten zwei Bildern sind sie vage zu erkennen und ich bin gespannt wer sie zuerst sieht ..... und mir sagt wie man dahin kommt! ;)

Bild 1

Bild 2
Na, etwas erspäht? Nunja, der Tag ging ebenso zügig vorbei wie die vorherigen und man begab sich wie immer relativ früh zu Bett. Die Trilobitenausbeute war recht mäßig .... etwas zu mäßig .... was dazu führte daß nach eingehender Beratung bereits einen Tag später beschlossen wurde doch lieber eine Stelle anzufahren die uns bereits bekannt war und an der zumindest einiges an Material zu erwarten war.
Am 10. Oktober würden wir also wieder unterwegs sein, weiter nach Süden, weiter ins Nichts, weiter an jene Stelle die auf Google Earth schon als Algerien ausgewiesen wird, was definitiv falsch ist ... denn von da sind es noch einige Dutzend Kilometer bis zu den militärischen Vorposten der Marokkaner. Es geht nach Zirg.
Doch bevor ich später davon erzähle noch ein paar Impressionen vom Oufaten die für sich selbst wirken. Diese Bilder wurden von Rainer aufgenommen, auf einem seiner Streifzüge rund um den Fundpunkt. Man muß nicht nach Merzouga fahren um die Faszination der Sandwüste zu erleben .....

"Rippelmarken", wenn auch keine auf dem Meeresboden.

Vom Winde geformt ....

Waaaassssseeerrrrr !!!!!!

Vorsicht, scharfer Grat!
--- Fortsetzung folgt ---
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" The gates of Heaven and Hell are adjacent ... and unmarked!" - Carl Sagan
Empfehle uns weiter! ;) (Klappern gehört zum Handwerk!)
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15.12.2009 20:26 |
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juniper
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Diese Schürfwunden am grauen Issimour (die im Bild fast senkrecht verlaufen) -- sind das die Narben der Psychopyge-Couche? Sieht nicht kuschelig aus
Die "heiße" Fundstelle konnte ich nicht ausfindig machen, ich würde mal blauäugig auf das freiliegende Schichtpaket auf halber Höhe am Hang tippen (d.h. daß dann unten das Abgeröllte des dort oben Anstehenden zu finden wäre...)
Deine kryptischen Andeutungen - Wasserstraßenüberflutungsquerungen per PKW, zeltmordende Windwalzen, was kommt da noch
– machen mir so richtig Lust aufs Zuhausebleiben
lg.Klaus
PS. mehr - mehr - mehr
__________________ „Ich suche nicht - ich finde.” Pablo Picasso.
2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge
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15.12.2009 21:31 |
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juniper
Inner Circle

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Dann meinst du bestimmt die Steilwand die den Berg bekrönt 8)
...und darin zwei Schichten auf eindrittel und zweidrittel Höhe, wo man sich von oben abseilen müßte - das wär in der Tat ein heißes Fleckchen
...alternativ könnte es auch eine Fundstelle in dem Kar sein, am besten im Bereich der lebensgefährlichen Geröllschotterzone
__________________ „Ich suche nicht - ich finde.” Pablo Picasso.
2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge
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15.12.2009 21:42 |
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juniper
Inner Circle

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15.12.2009 21:52 |
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dachopyge
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| RE: Marokko 2009 - Ein paar Impressionen - Block 2 |
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Hallo Mike,
wie die zwei Marokko-Reiseberichte zuvor,wieder sehr schöne Impressionen mit super Photos. Freue mich auf Fortsetzung. Es gibt eine kleine Sache,mit der ich so nicht einverstanden bin,Deine Ansicht zur Präparation. Ich bin felsenfest davon überzeugt,dass jeder,auch Du Trilobiten präparieren kann. Als Handwerker kann ich Dir versichern,dass manuelle Fertigkeiten erlernbar sind,gepaart mit ein bischen Dickschädel und Ehrgeiz. Der Bildhauer sagt,die Sculptur war schon da,er habe lediglich das Gestein herum entfernt. Mit dem präpen von Trilos verhält es sich ähnlich. Ich denke mal,Du hast hier das Handtuch ein bischen zu früh weggeworfen,zumal Du einige überdurchschnittliche Präparatoren,Dieter,Harald,Udo...,eigentlich zwecks Hilfestellung zur Seite hast. Man braucht auch nicht unbedingt eine super Ausstattung,ist zwar hilfreich,gute Ergebnisse lassen sich auch mit einfachen Mitteln erzielen.
Nicht,dass Du mich falsch verstehst,soll hier keine Kritik sein,sondern vielmehr ein Ansporn,das Präpen vielleicht nochmals zu versuchen. Der schönste Trilo in der Sammlung ist der Selbstgefundene und der Selbstpräparierte.
Grüsse aus der Bretagne,
Horst (dachopyge)
__________________ dachopyge
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16.12.2009 17:51 |
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Xiphogonium
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16.12.2009 18:53 |
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Andries
Inner Circle

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und falls Du mal üben willst bist Du herzlichst eingeladen.
Ich bin mir sicher, wenn Du erstmal durch den Bino geschaut hast, werde ich Dich wohl die nächsten paar Stunden nicht mehr weg kriegen.
Gruß Andries
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16.12.2009 22:57 |
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Piltonia
Inner Circle

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Great topic Mike!!
I'm also looking forward to the Fortsetzungen 8o
Soon there will be no way out and you will have to start learn preparing!
I was wondering by the way; is that the normal preservation for that layer in Hamar L'aghdad? I had not seen this one before even though it was apparently already on this website! Did any of you find anything in that locality?
kind regards,
Mark
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17.12.2009 17:43 |
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dachopyge
Inner Circle
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Analog zur Antwort von Andries bist Du auch gerne mal für eine Woche zwecks crash-Kurs Präparation in die Bretagne eingeladen,natürlich auch mit Option zum Sammeln vor Ort,insbesonders seltene,bzw. kaum bekannte Devon -Trilos aus der Bretagne.
A bientout,
dachopyge
__________________ dachopyge
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18.12.2009 19:22 |
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Xiphogonium
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18.12.2009 20:06 |
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