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Jens Jens is a male
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Septimopeltis Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Hallo,

wollte hier mal auf einen Bericht von Udo zur Präparation eines netten Septimopeltis hinweisen.
Ist zwar Fremdwerbung da bei Steinkern, aber ich hoffe es ist okay, den Bericht zu verlinken.

http://www.steinkern.de/forum/viewtopic.php?t=10823 edit: Thysanopeltella (Thysanopeltella)

http://www.steinkern.de/praeparation-und...in-marokko.html edit: Thysanopeltella (Septimopeltis)


lg,

Jens
12.04.2011 17:39 Jens is offline Send an Email to Jens Homepage of Jens Search for Posts by Jens Add Jens to your Buddy List
Andries Andries is a male
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ist das überhaupt ein Septimopeltis?
Normal ist dieser doch durch eine kurz/lange Stachelreihe am Pygidium charakterisiert.
13.04.2011 09:24 Andries is offline Send an Email to Andries Search for Posts by Andries Add Andries to your Buddy List
Andries Andries is a male
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oops, ich sehe schon es handelt sich um zwei unterschiedliche threads
13.04.2011 09:25 Andries is offline Send an Email to Andries Search for Posts by Andries Add Andries to your Buddy List
Jens Jens is a male
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Hi Andries,

du meinst das Exemplar von Andrue, welches er bei Steinkern zeigt. In der Tat merkwürdig, aber mir fällt auf Anhieb erstmal keine andere Bestimmung als Septimopeltis ein, auch wenn alle Stacheln am Schwanzschild gleich lang sind. Muss ja nicht immer gleich ne andere Gattung sein, wenn sich bei der Bestachelung was ändert. Immerhin hatten die Vorläufer wie Scabriscutellum nur winzige Stächelchen am Pygidium, die bei Thysanopeltis dann etwas länger werden und bei Septimopeltis ins Extrem gesteigert wurden.
Bei Andrues Exemplar sind die kurzen Stacheln zwischen den langen Stacheln reduziert. Die Stacheln sind eine Verlängerung der Rippen auf dem Pygidium, die kurzen Stacheln sind dagegen dazwischen eingeschaltet. Vielleicht würde man noch Relikte finden, wenn man genauer hinschaut oder bei jugendlichen Exemplaren der Art. Jedenfalls interessante Trilos. Ich glaube ich möchte auch sowas.

lg,

Jens
13.04.2011 11:34 Jens is offline Send an Email to Jens Homepage of Jens Search for Posts by Jens Add Jens to your Buddy List
Andries Andries is a male
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Hi Jens,

mich würde die strategraphische Lage von diesem Scutelluid interessieren.
Soweit ich aus die ersten Informationen zur Arbeit von Dr. Feist entnehmen konnte, ist das eine Übergangsform, der entweder postuliert oder auch schon im Ansatz bekannt ist.

Soweit ich weiß ist aber noch kein Komplett bekannt.
Vielleicht kann man irgendwann alle Scutteluiden aus Marokko zur einer Gattung zusammenfassen, es bleibt also spannend.
Bin gespannt, wann diese Schicht beschrieben wird.
13.04.2011 11:39 Andries is offline Send an Email to Andries Search for Posts by Andries Add Andries to your Buddy List
Jens Jens is a male
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Grüss dich Andries,

ich habe leider bislang keine Idee, was Dr. Feist über die Marokko-Scutelliden schreiben wird, du scheinst da besser informiert. Scabriscutellum, Thysanopeltis und Septimopeltis sind sicher sehr nah verwandt. Ich könnte auch mit Septimopeltis zurückgestuft als Untergattung von Thysanopeltis leben, aber sei's drum.
Ich würde den Septimopeltis von Andrue gefühlsmässig als jünger als die bekannten Septimos aus den Zerger Ceratarges-Horizonten einstufen, aber Infos habe ich keine. Muss man wohl die Marokks ausfragen.

Begründung für die theoretische Alterseinstufung ist, dass man wenn man von einem Scabriscutellum als Ausgang für die Evolution der Thysonpelten ausgeht, dann haben wir es mit einer Vergrösserung der Randbstachlung am Pygidium, bei gleichzeitiger Verringerung der Gesamtstachelzahl als evolutionäre Tendenz zu tun. Darum ist es nur konsequent, wenn bei dem Septimopeltis von Andrue nur noch wenige grosse Stacheln über sind.
Ob man nun alle diese Formen in eine Gattung schmeissen sollte, ich weiss nicht, immerhin gibt es ja bei Scabriscutellum auch die Abzweigung Cavetia, die anscheinend nicht für die Heruausbildung von Thysanopeltis verantwortlich ist, da keine Bestachlung auf der Thoraxspindel bei Thysanopeltis ausgebildet ist. In Marokko ist Thysanopeltis vermutlich neu eingewandert, denn Thysanopeltis findet sich ja auch in Europa im basalen Eifelium.
Ich stecke leider nicht allzugut drin in der Scutellidensystematik und hoffe daher auf die Infos der neuen Feist-Arbeit;-)

lg,

Jens

PS: Ich habe hier ein Bild einer instruktiven Scabriscutellum (Cavetia) aus Marokko, von P.Cameron dankenswerterweise bei Flickr eingestellt. Es ist zwar ein per Airbraise etwas malträtieres Exemplar, aber es zeigt sehr schön die Bestachelung, insbesondere auch die ganz feine Pipse am Pygidium.

http://www.flickr.com/photos/pcameronq8/.../in/photostream
13.04.2011 12:10 Jens is offline Send an Email to Jens Homepage of Jens Search for Posts by Jens Add Jens to your Buddy List
Andries Andries is a male
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Hi Jens,

ich gebe Dir recht, vielleicht schmeiss ich auch nur ein paar Sachen durcheinander.

Einen ähnlichen Scabri habe ich in der Präperation, aber es müssen noch die Stacheln befreit werden. Bis zum Sommer wird er sicherlich fertig sein. Lasst euch überraschen
14.04.2011 09:10 Andries is offline Send an Email to Andries Search for Posts by Andries Add Andries to your Buddy List
Jens Jens is a male
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Hallo allerseits,

Andries ist leider unterwegs und geht der Fragestellung im Gelände nach (voll ungerecht, wääh, er ist in Marokko), aber ich hab mal geschaut, ob ich noch Infos zum Thema finde.

Also, die Phylogenie scheint doch noch etwas komplexer zu sein als ich anfangs gedacht habe, denn Septimopeltis wird auch heute noch als Untergattung von Thysanopeltella genutzt, vergleiche dazu auch van Viersen 2007, der eine vollständige Thysanopeltella (Septimopeltis) magnispina aus den französischen Ardennen abbildet. Spannenderweise ist der Bestachelungstyp gut vergleichbar mit dem Exemplar von Andrue, also nur wenige Stacheln am Ende der Rippen. Septimopeltis ist übrigens aus Böhmen erstmals beschrieben worden und auch aus den österreichischen Alpen bekannt.

Dazu ein paar Worte zitiert von Feist (1999):

"The subgenus T. (Septimopeltis) was erected on pygidial features alone. This is the first time that the cranidium has been recovered. It shares with Thysanopeltis general features such as outline of glabella lobes and furrows and the praefrontal area. This emphazises the assumption of ERBEN (1967: 39) that both Thysanopeltis and Thysanopeltella have derived from a common late Early Devonian Scabriscutellum ancestor."

Die Trilobitenfunde aus den karnischen Alpen haben enge Beziehungen zu denen aus dem Talfilat bzw. Südmarokko und dass sehr viele neue Arten unter den nicht gerade sehr vielen Funden waren, zeigt, wie wenig eigentlich über Trilobiten bekannt ist. Die Fundstelle wurde ja eher zufällig entdeckt, liegt aber auch nicht gerade zentral;-) oder besser mittendrin im Hochgebirge.

Tja, wie man sieht, gibt es eine ganze Reihe an Formen, die sich alle ziemlich ähnlich sehen und nahe verwandt sind. Jedenfalls gibt es einen markanten Faunenschnitt der in Marokko mit dem "Basal Chotec
Event" einhergeht. Im Gelände kann man die Grenze gut mit dem ersten Auftreten von Thysanopeltis ziehen. Praktischerweise haben die Marokkaner derartige Lagen zur besseren Orientierung im Gelände abgegraben;-)
Die reichhaltige Oberems-Fauna wird jedenfalls durch eine etwas ärmere Trilobitenfauna abgelöst, Formen wie Scabriscutellum, Morocconites, Comura u.a. verschwinden, während der grosswüchsige Thysanopeltis cf. speciosa sich eigentlich fast überall zeigt.

solls erstmal gewesen sein,

lg,
Jens
15.04.2011 10:14 Jens is offline Send an Email to Jens Homepage of Jens Search for Posts by Jens Add Jens to your Buddy List
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Hi Jens,

hier im Hotel gibt es ein Internetzugang, somit gibt es ausnahmsweise heute eine Meldung aus Marokko.

Interessant bei dieser Entwicklungsreihe ist, dass die Arten relativ stabil sind. Die Arten tauchen immer nur in einzelne Lagen auf und sind in die Lagen auch gleich, somit kann man schon annehmen, dass es sich bei die Arten um eine Fortsetzende Evolutionaere Entwicklung handeln kann.

Leider sind die Schichten bisher zu wenig dokumentiert um eine genaue Uebergang schon zeigen zu koennen, aber es wuerde mich nicht wundern wenn da schon fleissig drann gearbeitet wird.

In zwei Tagen geht es ins Gelaende auf Ostereierjagd. LOL

Viele Gruesse aus Marokko, Andries
15.04.2011 15:10 Andries is offline Send an Email to Andries Search for Posts by Andries Add Andries to your Buddy List
Jens Jens is a male
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Na dann mal viel Erfolg;-)

PS: Da denkt man nun er ist weg und dann gibts da auch noch Internet, nene;-)

lg,

Jens
15.04.2011 15:43 Jens is offline Send an Email to Jens Homepage of Jens Search for Posts by Jens Add Jens to your Buddy List
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Habe einen netten Scutellum vom Gondwanaspis Couche (ober Devon) erwerben können.
Falls er komplett ist, wird es ein sehr nettes Stück, leider kann ich es aber noch nicht sagen, da der Bruch quer durch Pygidium und ein Teil des Thoraxes geht und somit keine Informations zum Kopfbereich vorliegen.

Soweit ich sagen kann, hat er keine Stacheln am Pygidium.
Vermutlich ende des Jahres werde ich im wohl freigelegt haben.
Dann wird es sicherlich spannend

Es kann sein, dass ich aus Timirazit auch einen Scutellum habe, aber der Querbruch ist nicht eindeutig, es kann auch was Odontochilen-artiges sein, vielleicht sogar Saharops (welcher dann aber sehr klein wäre ~3cm)

This post has been edited 1 time(s), it was last edited by Andries: 27.04.2011 14:17.

27.04.2011 14:16 Andries is offline Send an Email to Andries Search for Posts by Andries Add Andries to your Buddy List
Jens Jens is a male
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Scutelliden sind schon irgendwie geil. Müsste mich auch mal wieder an Stücke ransetzen, die hoffentlich noch etwas Potential haben. Freue mich schon auf deine Funde/Einkäufe, hoffe du lässt dir für die Präp nicht zuviel Zeit.
Momentan mache ich leider auch mehr so Muschel- und Ammopräparationen, aber ein paar spannende Trilos liegen auch noch auf Halde;-)

lg,

Jens
27.04.2011 15:17 Jens is offline Send an Email to Jens Homepage of Jens Search for Posts by Jens Add Jens to your Buddy List
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