TdM Oktober |
Löwe4
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Lieber Klaus
Sehr schöner englischer Ampyx und ein aufschlussreicher Text dazu! =)
Die Trinucleiodidea beherrschen dieses Jahr die Szene, sind es doch bereits drei TdM aus dieser Superfamilie. Der präsentierte Ampx ist sehr detailliert und der Ansatz des Rostralstachels ist wirklich selten zu sehen. Was noch zu bemerken ist, dass dieser Vertreter der Raphiophorae (Naht-träger) mit 35 mm zu den grössten der Superfamilie gehören.
Andere Species der Gattung Ampyx kommen im heutigen Marokko und in Argentinien vor. Zum Vergleich verweise ich auf den entsprechenden Poster.
Was mir aber immer noch nicht ganz klar ist, ob Ampyx und Lonchodomas in jedem Fall Synonyme sind.
Gruss
Louis
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05.10.2008 12:37 |
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Jens
Moderator
Registration Date: 18.03.2007
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05.10.2008 14:38 |
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Xiphogonium
Administrator

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05.10.2008 14:49 |
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Jens
Moderator
Registration Date: 18.03.2007
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Mit "ohne Rostralstachel" meinte ich: daß er fehlt, abgebrochen ist, die "Welt zu Ende" (meint = Ende vom Stein", futschikatto.
Im Expansus-Kalk von Östergötland ist eigentlich der Ampyx nasutus zu Hause. Die Bestimmung von Nielsen hab ich momentan so nicht in Erinnerung. Für mich sieht das Teil jedenfalls wie ein normaler Ampyx aus.
Enriwo hat sicherlich ein paar Köpfe von Lonchodomas, wie wir sie im Geschiebe häufig finden. Vielleicht zeigt er da mal noch was.
lg,
Jens
Typusart von Lonchodomas ist Ampyx rostratus Sars, 1835
Ich bin mir nicht sicher, ob das Kopfschild von Per Hannson zu der Art gehört, aber es ist dafür ein typischer Lonchodomas:
http://www.triloswed.info/rostatus.jpg
Hoffe die Unterschiede werden langsam deutlicher.
Irgendwo habe ich von dem Teil auch was Ganzes (aber schrecklich präpariert) rumliegen.
lg,
Jens
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05.10.2008 16:42 |
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Jens
Moderator
Registration Date: 18.03.2007
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Hi Mike,
Die Aktualisierung ist wohl nötig und die Unterscheidung der verschiedenen Raphiophoriden ist ja auch nicht ohne. Habe selber ne Weile dazu gebraucht, denke aber inzwischen halbwegs klar zu sehen.
Ich glaub, der Fehler beim der Verwirrung um Ampyx und Lonchodomas liegt klar bei den Russen. Die Internetbestimmungen gerade von kommerzieller Seite taugen oft nicht viel. Habe gerade mir ein paar Bilder bei Palaeoart angeschaut und müde schmunzeln müssen. Wenn die dem Globampyx sein Horn falsch rum anbauen, dann wird aus einem Ampyx immer noch kein Globampyx, kann man nix machen. Manche Gattungen sind halt in Schweden und Norwegen zu Hause und nicht in Rußland (oder eben nicht vollständig und somit komerziell wertlos).
lg,
Jens
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05.10.2008 16:58 |
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Jens
Moderator
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By the way, der Ampyx linleyensis WHITTARD, 1955 sieht mir nach einer typischen Cnemidopyge aus.
lg,
Jens
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05.10.2008 17:07 |
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Löwe4
Inner Circle

Registration Date: 19.03.2007
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| quote: |
| Ampyx ist eine schwedische Gattung, Typusart ist Ampyx nasutus |
Das erste stimmt nicht, das zweite stimmt. Ampyx kommt auch in England, Marokko und Argentinien vor.
Cnemidopyge heisst eigentlich "Gamaschenschwanz"; das gerillte Pygidium ist also das Characteristikum, das C. gut von Ampyx unterscheidet.
Gruss
Louis
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05.10.2008 19:20 |
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Löwe4
Inner Circle

Registration Date: 19.03.2007
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Ampyx linleyensis
Das scheint mir mit grosser Sicherheit ein Ampyx linleyensis zu sein 8)
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05.10.2008 19:23 |
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Jens
Moderator
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Mmmh, beim echten Ampyx ist die Spindel des Pygidiums deutlich breiter als bei den argentinischen Exemplaren, die ich eher zu Cnemidopyge als zu Ampyx stellen würde.
Das Bild hat Sam umgezeichnet, aber 1:1 aus dem Treatise übernommen.
http://www.trilobites.info/trinucleioidea2.gif
es handelt sich bei der Abbildung um Ampyx nasutus
Lonchodomas an sich ist eine gut abgesicherte Gattung, im alten Treatise sind Abbildungen der beiden.
Hab momentan keine Zeit nähere Auskünfte zu geben, hole dies aber später nach.
Beste Grüsse und schönes Wochenende.
Jens
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05.10.2008 19:25 |
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Jens
Moderator
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| quote: |
Original von Löwe4
[QUOTE]Ampyx ist eine schwedische Gattung, Typusart ist Ampyx nasutus |
Das erste stimmt nicht, das zweite stimmt. Ampyx kommt auch in England, Marokko und Argentinien vor.
Cnemidopyge heisst eigentlich "Gamaschenschwanz"; das gerillte Pygidium ist also das Characteristikum, das C. gut von Ampyx unterscheidet.
Gruss
Louis[/quote
huhu Louis, das erste stimmt schon, Dalman hat Ampyx als erstes aus Schweden beschrieben, daß die Gattung auch woanders vorkommt, ist Bonus ;-)]
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05.10.2008 19:35 |
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juniper
Inner Circle

Registration Date: 26.01.2007
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| quote: |
Original von Jens
(...) PS: stimmt er und der TOM sind ne Cnemidopyge |
Nanu.
Da muß ich wohl mal einen Zwischenkommentar abgeben...
Hi Jens
Trotz deiner sorgfältigen Anayse muß ich dir mindestens im britischen Bereich widersprechen :O
Nach britischen Verhältnissen ist mein TdM/Oktober ein waschechter Ampyx, und definitiv keine Cnemidopyge.
Hier mal eine simple aber witzigerweise ziemlich eindeutige Darstellung:
Ampyx linleyensis Bitmap
dann desgleichen als Foto:
Ampyx linleyensis kleines Foto
und hier einer der schönsten die ich überhaupt je gesehen habe (es gab noch einen zweiten, der aber nicht mehr als Link verfügbar ist):
Ampyx linleyensis Archivbild
Zum Vergleich eine sehr repräsentative Cnemidopyge:
Heikofoto
und noch eine:
Cnemidopyge parva kleines Foto
Der Unterschied im Pygidium ist herzerfrischend deutlich
Hierzu ein klitzekleines Zitat aus der Treatise:
"Cnemidopyge. Like Ampyx, but distinguished by many axial rings and pleural furrows of pygidium." (Hervorhebung durch mich.)
Verdächtigerweise wurden beide (die Gattung Cnemidopyge und die Art Ampyx linleyensis) im gleichen Jahr 1955 vom gleichen Autor WHITTARD aufgestellt. Ob der sich dabei was gedacht hat ? :rolleyes:
Nein, im Ernst: Das Pyg der britannischen Cnemidopyge ist wirklich unverwechselbar skulptiert mit seinen fächerförmigen tiefen Rippen.
An meinem Ampyx linleyensis (von dem ich übrigens noch ein 2. Exemplar in typischer Steinkern-Erhaltung habe) ist das Pygidium dagegen nur auf der Axis leicht segmentiert, der Rest ist glatt bzw. im Bereich der Schalenerhaltung minimal „gerunzelt”, was auch an der „Schalenerhaltung” liegen mag (wobei: die Treatise vermerkt zum Ampyx: "External surface with fine pits, terraced lines on vertical borders and doublure" - also ebent sehr wohl mit delikaten Oberflächenstrukturen).
Der Unterschied im Pyg dominiert alles, was man aus England im Bereich Cnemidopyge vs. Ampyx sehen kann.
Daher pflichte ich Louis bei, der in Mikes Briten-Ampyx einen Ampyx vermutet.
Wie man sieht, lohnt es sich hier ebenso wie im richtigen Leben, nicht nur auf die schöne Nase, sondern auch mal auf den Hintern zu schauen ;)
Im übrigen warte ich ab, ob Heiko was zu dem Thema sagt, wenn er aus Wales zurückkommt
PS.
Die russischen Ampyx/Lonchodomas-Konstruktionen sind schon unabhängig von der undeutlichen Artbestimmung mit allergrößter Vorsicht zu goutieren :tongue:
Die Treatise gibt zum Thema Lonchodomas <> Ampyx übrigens auch ein paar recht deutliche Angaben her :rolleyes:
...insbesondere die Querschnitte der Stacheln (L.: "subquadrate in section" - A.: "circular in cross section")
...die Form der Glabella (L: "diamond-shaped in outline ... with two pairs of muscle scars" - A.: "with 3 pairs of oval muscle scars on glabella")
...und das Allerbeste, zumindest was vollständige Stücke betrifft...
L.: "Thorax with 5 segments"
A.: "Thorax with 6 segments"
lg.Klaus
__________________ „Ich suche nicht - ich finde.” Pablo Picasso.
2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge
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05.10.2008 22:47 |
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