Tötlicher Biss? |
Andries
Inner Circle

Registration Date: 30.01.2007
Posts: 1,419
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05.02.2009 13:07 |
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Tapir
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Registration Date: 12.11.2007
Posts: 74
Herkunft: Potsdam/Berlin
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Nicht nur das...man sieht auf einigen Bildern schön den Riss der sich in die Glabella hineinzieht (als Zeichen der einwirkenden (Biss)Kräfte. Ist denn vom Hypostom noch was da?
__________________ So lange Fiktionsapparaturen latente Illusionen nicht manifestieren können, ist eine Realisation des Illusionären latent Fiktiv!
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05.02.2009 14:19 |
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Michael
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Registration Date: 16.02.2007
Posts: 892
Herkunft: Oberfranken
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Hallo Andries,
gut möglich, dass dein Trilokopf der Rest einer Mahlzeit ist. Das was da ist, ist ja sehr schön erhalten, nicht "angegammelt". Im Devon gab es ja auch noch Orthoceren, die ja höchstwahrscheinlich schon im Ordoviz unsere Lieblinge angeknabbert haben. Mal sehen, ob Jens was dazu einfällt, er hat ja so einige ordovizische Trilos auf Bissverletzungen untersucht, habe momentan nur nicht mehr im Kopf, wie das Bissmuster genau aussah. Wobei sich ja die Kiefer der Jäger auch in ihrer Form verändern können, sind ja ein paar Jahre hin bis ins Devon...
Vielleicht war der Täter- falls es einen gab- auch ein Panzerfisch ?!?
Auf jeden Fall ein schöner Kopf, dazu noch sehr interessant. Was ist denn das für ne "Phacops"- Art ?
Viele Grüßé
Micha
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05.02.2009 20:36 |
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Andries
Inner Circle

Registration Date: 30.01.2007
Posts: 1,419
Thread Starter
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Bezüglich der Art, kann ich nicht genaueres sagen.
Ich weiß nicht, welche Art bzw. Arten am "Couche Rouge" vorkommen.
Gibt es Literatur zum "couche rouge"?
Momentan bin ich mir nicht sicher, ob das Hypostom vorhanden ist.
Pleuren sind keine Vorhanden, auch der Occipitalring ist komplett weg, somit ist es schwer zu sagen, ob es sich um ein komplettes Tier gehandelt haben dürfte.
Wenn das Hypostom da wäre, wäre es definitiv der beste Beweis einer Attacke.
Ob bei dieser Verletzung anatomisch das Hypostom noch vorhanden sein könnte ist schwer zu sagen.
Anhand des Vortrages würde ich momentan auf ein Panzerfisch tippen.
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05.02.2009 20:54 |
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Jens
Moderator
Registration Date: 18.03.2007
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Huhu,
also wo hier mein Name fällt. Ich hab kein Problem den Phacops in die Rubrik Bißopfer einzureihen. Das Stück stammt ja aus einer Lage, die schöne ganze Trilobiten liefert, erg als eher aus ruhigen Ablagerungsverhältnissen stammt.
Alle Strukturen des Cephalons sind gut erhalten, bis auf die Fehlstellen.
Man beachte bitte auch, daß nicht nur die linke Seite fehlt sondern auch Nackenring und ein Stück der rechten Festwange. Da wurde ordentlich drauf rumgekaut. Allerdings sieht man keinen wirklichen Abdruck der Kiefer, aber dieses rechteckige Zerbrechen, daß kennen wir auch aus dem Silur. Verursacher ist nicht völlig klar. Nautiloiden sind zwar immer verdächtig, waren aber nicht die einzigen Räuber in Silur und Devon.
lg,
Jens
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05.02.2009 22:48 |
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juniper
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Registration Date: 26.01.2007
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Tja, da paßt ja nun wunderbar die Meldung des Tages (vom 5.2.2009):
An der Uni Bonn wurde ein bislang nicht identifiziertes Fossil aus der Sammlung+Präparation von Dr. Bartels (Bergbaumuseum Bochum) untersucht (das Stück gehört inzwischen dem NHM Mainz).
Die Doktorandin Frau Kühl hielt Rücksprache mit Prof. Briggs von der Yale Universität, und gemeinsam kam man auf eine eindrucksvolle Deutung:
Das Fossil (Unikat) wurde als Anomalocaride identifiziert, dem man den (meiner Meinung nach ziemlich abstrusen) Gattungsnamen Schinderhannes verlieh, in Anlehnung an den einstigen diese Gegend unsicher machenden Räuberhauptmann.
Das fossile Tier ist ca. 10cm groß. Es ist der erste Nachweis eines erdgeschichtlich so jungen Anomalocariden. Es paßt gut ins Bild, welches sich an vielen eigentümlichen Bewohnern des Hunsrückschiefermeeres zeigt, nämlich daß uralte Formen viel länger überdauert haben als bisher angenommen, denn es gibt aus den dazwischen liegenden Zeitaltern keine überlieferten Fossilien.
Hier ein paar Links zum Selberlesen:
http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=16...rpz0/index.html
ausführlich:
http://idw-online.de/pages/de/news299569
mit großem Bild:
http://idw-online.de/pages/de/newsimage84494.jpg
Das Foto scheint mir im übrigen ziemlich farbverfälscht zu sein (Kontrast gehöht und schön bunt gemacht), da pyritisierte Partien an Bundenbachfossilien nicht so warmgelb-goldfarbig, sondern schmutzig-grüngolden aussehen. Eine Verschmutzung durch Messing ist allerdings auszuschließen.
Andere Fotos im Netz erscheinen naturgetreuer (aber leider nicht so detailliert) - international:
http://www.scientificblogging.com/news_r...nyearold_fossil
und das Bild direkt:
http://www.scientificblogging.com/files/...%20bartelsi.jpg
Das Bild dieses Fossils ist übrigens schon vor langer Zeit veröffentlicht worden, als Schwarzweiß-Foto in dem Buch „Schatzkammer Dachschiefer” (1997 / 2000) auf Seite 65 (Abb.85, PWL 1994/52-LS) mit der Bildunterschrift, daß es sich vermutlich „bei diesem Unikat um einen Gliederfüßler” handelt. Angegebene Länge = 98mm.
Prof. Briggs ist Mit-Autor der internationalen Buchausgabe des Originals von BARTELS+BRASSEL, "Fossilien im Hunsrückschiefer" (1990), und hat unter anderem die Vorgänge zur Weichteilnachzeichnung an Fossilien (z.B. durch Pyritbildung) untersucht.
lg.Klaus
Edit: Ergänzungen
__________________ „Ich suche nicht - ich finde.” Pablo Picasso.
2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge
This post has been edited 2 time(s), it was last edited by juniper: 06.02.2009 02:32.
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06.02.2009 01:35 |
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Jens
Moderator
Registration Date: 18.03.2007
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Huhu,
zum Harpes, tolles Teil. Schliesse mich Mike seiner Deutung an. Ausgestanzt war auch meine erste Assoziation als ich das Stück gesehen habe. Eine Makroaufnahme der Region würde mich sehr freuen.
@ Klaus:
Da hast du eine sehr wichtige Information gefunden. Schinderhannes war mir als nicht wirklicher Kenner der Bundenbachfossilien bislang noch nicht untergekommen. Ein schöner Name, war Schinderhannes nicht ein Eifelräuber, ich mein in echt, damals. Auf jedenfall sieht die Deutung als Anomalocaride sehr plausibel aus und würde die Vermutung von einigen Kollegen bestätigen, das Anomalocariden auch im Ordoviz und Silur ihr Unwesen getrieben haben. Sehr spannende Geschichte.
lg,
Jens
This post has been edited 1 time(s), it was last edited by Jens: 06.02.2009 09:57.
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06.02.2009 09:56 |
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juniper
Inner Circle

Registration Date: 26.01.2007
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Herkunft: Aschaffenburg
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Harpes:
Es sieht so aus als hätte sich ein verdickter Wulst um die gelochte Stelle gebildet - das wäre eindeutig ein Zeichen von Regeneration/Wundheilung.
Tolles Stück, danke fürs Zeigen :)
Anomalocaris aus Bundenbach
Der originale "Schinderhannes" Johannes Bückler (1779-1803) war ein Räuberhauptmann, der mit seinen Gefolgsleuten den Hunsrück unsicher machte und dafür hingerichtet wurde:
http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Bückler
Ich weiß nicht ob die Namensgebung für den Anomalocaris aus Bundenbach mit "Schinderhannes bartelsi" so glücklich gewählt ist (bei allem Respekt vor der Heimatforschung).
So ein kleines Tier (Länge 98 mm) hat sich gewiß nicht an die "Großen" herangemacht und diese beraubt, sondern mehr Jagd auf die kleinen Bewohner des Meeres gemacht..
Im Unterkambrium war Anomalocaris sicher noch "der" Trilobitenkiller. Aber im unteren Devon (Bundenbach, 400 Mio.) gab es Trilobiten, die wesentlich größer werden konnten als der jetzt diagnostizierte Anomalocaride (Choecops bis 16 cm, Odontochile bis 23 cm).
Es dürfte nicht zu klären sein, ob es auch größere Exemplare gab. Dieser Schinderhannes ist ja ein Einzelstück.
Normalerweise ist in Bundenbach ja nur die Lebewelt am Boden fossil geworden, weil die Tiere unter abrutschendem Schlick (Schlammlawine bei schwerem Sturm oder Erdbeben) verschüttet wurden. Tiere die in oberen Wasserschichten lebten, konnten entkommen.
Ich vermute, daß solche Freischwimmer nur bei besonderen Ereignissen, einem Katastrophen-Event, zu Boden gedrückt und dort verschüttet wurden.
Vorstellbar wäre ein sehr schwerer Sturm oder eine Tsunami-Welle nach einem Seebeben.
Zur damaligen Zeit gab es in diesem Bereich eine tektonische Plattengrenze (Subduktionszone) und Vulkanismus (Asche-Schichten auch im Bereich der fossilführenden Schichten).
Aus heutigen Meeren weiß man, daß schlammige Meeresböden bei schwerem Sturm (die Wellenwirkung kann bis zu 60 m tief reichen!) oder bei Erd-/Seebeben leicht abrutschen können und lawinenartig zu Tal gehen.
In der Südsee hat man ein Tsunami-Ereignis rekonstruiert (mind. 6-Meter-Welle), das durch das Abrutschen eines größeren untermeerischen Geröllfeldes verursacht wurde:
In seismographischen Aufzeichnungen entdeckte man nach einem Seebeben in der Region ein weiteres kleines, untypisches "Beben" - verursacht von der abrutschenden Geröllhalde, die durch das vorangegangene Beben instabil geworden war.
Der wegsackende Boden (dabei wird ja die Wassersäule mit in die Tiefe gezogen) hat dann die Tsunamiwelle verursacht.
Ähnliches kann man sich auch im damaligen Schelfmeer der Hunsrückregion vorstellen - bei solchen Ereignissen könnten dann auch frei im Wasser schwimmende Bewohner zu Boden geworfen und dort eingebettet worden sein.
Das würde zusätzlich die extreme Seltenheit der Fossilien erklären.
lg.Klaus
__________________ „Ich suche nicht - ich finde.” Pablo Picasso.
2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge
This post has been edited 2 time(s), it was last edited by juniper: 06.02.2009 11:59.
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06.02.2009 11:56 |
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Michael
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Registration Date: 16.02.2007
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Hi,
also der Harpes ist sehr interessant, ein tolles Stück. Scheint mir auch so, als ob eine Wundheilung erfolgt ist, anscheinend konnten Trilobiten also einiges wegstecken...
Der Bericht über den Anomalocariden ist auch klasse, man lernt halt immer dazu...Dass es die so lange gab, scheinen also sehr erfolgreich gelebt/ gejagt zu haben...Vielleicht werden ja irgendwann noch welche in anderen Fundorten entdeckt. War also ein ziemlich heißes Pflaster für die Trilos, diese Urzeitmeere. ;)
Viele Grüße,
Micha
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06.02.2009 12:21 |
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juniper
Inner Circle

Registration Date: 26.01.2007
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06.02.2009 14:49 |
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Kyllops
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Hallo,
hier ein neues Bild vom Harpes.
Diethelm
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06.02.2009 17:17 |
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Kyllops
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Hallo.
sorry, das Bild wurde nicht übertragen.
Diethelm
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06.02.2009 20:29 |
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Michael
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Hallo Diethelm,
scheint ja jetzt geklappt zu haben. Das Bild ist klasse, die Wundheilung am Biss ist sehr deutlich zu erkennen. Die Verletzung sieht wirklich aus wie mit nem Locher rausgestanzt, interessant, dass der Rand des Cephalons stehen blieb. Ein klasse Stück jedenfalls, vielen Dank für die Bilder.
Viele Grüße,
Micha :]
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06.02.2009 21:13 |
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Andries
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Ein herrliches Bild von Dir Diethelm.
Man kann deutlich sehen, dass es eine Art Regeneration des Schildes gegeben hat.
Interessant wäre die nächste Häutung gewesen. Wäre die Stelle geschlossen, oder durch eine Durchbohrung des Weichkörpers, auch in jede weitere Häutung vorhanden gewesen.
Oder, wie sehe es mit einer Schwellung aus? Hatten Trilos auch Beulen?
Die Verletzung hat der Harpes überlebt, aber wielange? Wäre er überhaupt in der Lage gewesen sich zu Häuten, öder wäre er zwansläufig den Untergang geweiht.
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07.02.2009 13:42 |
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Kyllops
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Hallo Mike,
Ein Harpes hat in der Gerolsteiner Mulde fast immer eine Macke.
Entweder ist der Thorax abgesenkt, auseinander gezogen,
abgetrifftet oder nicht vorhanden.
Selbstverständlich kannst Du die Bilder für Deine Webseite
verwenden.
Gruß Diethelm
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07.02.2009 18:37 |
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Jens
Moderator
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Hallo allerseits,
wirklich ein interessanter Fund. Spannend ist die Frage nach dem Verursacher, man braucht ja schon was Spezielles, um so eine Spur zu ermöglichen. Ich sehe eine Parallele zu dem zerbissenen Chotecops aus dem Hunsrücker Schiefer, der ist hier irgendwo im Forum schon zu sehen gewesen...
Für mich sieht das Exemplar aber schon wie ein Trilo aus, der schon ne Häutung hinter sich hat. Die Verdickung der Schale im Wundbereich ist meines Erachtens erst im Zuge der Häutung erfolgt.
Das Loch im Panzer würde ich dadurch erklären, das in diesem Bereich einfach die Cuticula zum Ausscheiden des Panzers fehlt. Weitere Häutungsreste dieses Tieres würden vermutlich nur eine schrittweise Verkleinerung des Loches zeigen, vergleichbar einer Schädeltrepanation beim Menschen, wo das Loch im Kopf ja auch nicht so ohne Weiteres zuwachsen kann.
Also ne feine Sache.
lg,
Jens
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08.02.2009 16:33 |
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