Elrathia kingii |
chris280590
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Registration Date: 03.02.2009
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Hallo,
ich habe mir einen Elrathia kingii gekauft, der ca. 40 mm groß ist. Allerdings habe ich einen noch größeren gesehen, der wirklich deutlich größer war (schätze etwa 45-50mm), allerdings war dieser im Kopfbereich etwas verschoben. Im nachhinein habe ich dem Internet entnommen, das 40mm für diese Art schon extrem groß ist.
Kann es sich bei diesen großen Tierchen um Elrathia kingii handeln oder gibt es eine großwüchsigere ähnliche Art?
Gruß Christian
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09.07.2009 22:16 |
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Piltonia
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Posts: 193
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Hi Chris
Das ist ein Normaler Grosse für ein Elrathia kingii.
Vielleicht haben Sie ein Bild wann Sie noch immer Zweifelte?
mit freundlichem Gruss,
Mark
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09.07.2009 22:47 |
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Michael
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Registration Date: 16.02.2007
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Hi Chris,
glaube, 45- 50 mm ist für ne Elrathia kingii schon mehr als normale Größe, das ist m.E. nach für die Art sehr groß (ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen). Meine größte E. ist ca. 3 cm, die anderen so 15- 20 mm, das ist glaube ich eher Standardgröße.. Aber möglich sind Trilos dieser Art in der Größe schon. Optisch ähnliche Arten gibts wohl durchaus, sehen ja viele Ptychopariden in etwa ähnlich aus... Ohne Bild wird da wohl keine sichere Aussage möglich sein...
Viele Grüße,
Micha
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09.07.2009 23:13 |
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juniper
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Registration Date: 26.01.2007
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Hi Chris
Volle Zustimmung zu Mikes und Michas Kommentar.
Der Rekord für Elrathia kingii liegt meines Wissens im Bereich von 56mm.
Alles über 30mm ist heute durchaus schwierig zu bekommen (oft Lagerbestände, die erst jetzt präpariert wurden). Die Durchschnittsgröße liegt bei 20-25mm.
Interessanterweise erreichen die meisten "großen" Elrathias die 40mm NICHT, sondern verenden bei 38 bis 39mm.
Man verschätzt sich bei der Größe dieser Trilos übrigens sehr leicht (ich weiß wovon ich schreibe :( ), da ist wirklich selber messen angesagt.
Also falls möglich: Bild zeigen!
lg.Klaus
__________________ „Ich suche nicht - ich finde.” Pablo Picasso.
2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge
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10.07.2009 12:53 |
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juniper
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Registration Date: 26.01.2007
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| Die Sache mit dem Doppel-i |
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...hatte ich auch schon mal angesprochen und bis heute keine zufriedenstellende bzw. logisch nachvollziehbare Lösung gefunden.
Das ganze entsteht ja aus dem lateinischen Genitiv plus der latinisierten Version des Namens, das wäre also King+i = kingi (Elrathia des Herrn King). In diesem Fall ist wahrscheinlich Clarence King gemeint, an dessen "Geological Survey of the 40th Parallel" auch F.B.Meek mitgearbeitet hatte (1870, 1877).
Der Originalname des Trilobiten lautete übrigens Conocoryphe kingii MEEK, 1870.
Die Gattung Elrathia wurde erst 1924 von C.D.Walcott aufgestellt.
In der Treatise lautet die Schreibweise "kingii".
Inwieweit das grammatikalisch korrekt ist, weiß ich nicht – siehe oben. Jedoch ist das Doppel-i bei vielen Ehrennamen zu sehen (ohne daß es zu begründen wäre), zum Beispiel bei Angelina sedgewickii zu Ehren von Herrn Sedgewick.
Mag sein, daß sich der Umgang mit der Nomenklatur über die Jahrhunderte geändert hat, und heute (abhängig von den Latein-Griechisch-Fähigkeiten der Namensgeber...) die Normal-Latinisierte Form mit nur 1 angehängten i verwendet wird (z.B. Chotecops ferdinandi aus Bundenbach), und die alten Namen traditionell weiter beibehalten werden.
Es gibt ja auch eine Reihe "kranker" Kombinationen mit falschem Genus, z.B. Genevievella granulatus (statt granulata) oder Crotalocephalina gibbus (statt gibba, in diesem Fall resultierend aus der Aufspaltung von Crotalocephalus in Crotalocephalus und Crotalocephalina).
Den Botanikern gehts übrigens noch schlechter, die müssen in ihren Publikationen nämlich immer noch den Abstract in LATEINISCH schreiben 8o
lg.Klaus
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10.07.2009 14:44 |
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chris280590
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Registration Date: 03.02.2009
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10.07.2009 19:11 |
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Xiphogonium
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10.07.2009 19:29 |
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juniper
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Registration Date: 26.01.2007
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| RE: Die Sache mit dem Doppel-i |
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Hi Chris
Hei, ein schöner Käfer 8) Definitv eine Elrathia kingii (MEEK, 1870).
Sei doch so lieb und messe sie mal genau nach - genau heißt: Ab 37mm wird bei Elrathia auf halbe Millimeter gemessen ;)
lg.Klaus
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2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge
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10.07.2009 20:06 |
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chris280590
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Registration Date: 03.02.2009
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| RE: Die Sache mit dem Doppel-i |
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mache ich gleich mal aber unter 39mm ist er auf keinen fall. =)
Ist so ein Tierchen in dieser Größe jetzt was besonderes? Da wo ich den her hab waren mindestens 15 Stück ( hab mir nur den am besten erhaltenen ausgeucht)
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10.07.2009 20:23 |
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Xiphogonium
Administrator

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10.07.2009 20:32 |
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chris280590
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Registration Date: 03.02.2009
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dann hat der Händler gut vorsortiert =)
also meiner ist sagen wir mal 39mm lang, wenns hoch kommt 39,5. ich kann das leider nicht genauer messen, mein Fadenzähler ist zu klein und der Zollstock zu ungenau.
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10.07.2009 20:45 |
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Michael
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Hi Chris,
schließe mich an: ne schöne große Elrathia kingii, nicht schlecht. Wenn der Händler alles welche in der Größe hatte, war wohl die Seniorengruppe der Elrathia- Stiftes dabei... Ein schöner Trilo jedenfalls, obwohl an sich nicht gerade selten, finde ich sie immer wieder schön...Und spannend sind sie ja auch, über deren ehemalige Lebensweise hatten wir es ja im Forum schon mal, oder ?!?
Viele Grüße,
Micha :]
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10.07.2009 23:19 |
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juniper
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Registration Date: 26.01.2007
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Hehe, das sind keine 40 :tongue:
Nee, im Ernst: Die 38 bis 39mm sind eine magische Grenze, dann werden sie wirklich rar. Es kann gut sein, daß dein Händler da einfach über die Zeit hin "gebunkert" hat.
Obwohl die Elrathia-Fossilien wirklich unglaublich robust sind, gibt es auch deutliche Unterschiede in der Qualität der Präparation. Über Jahrzehnte hinweg wurden die Kerlchen mittels Metallbürste (Dremel) aus der Matrix ausgeschrubbt. Man sieht dann oft noch die parallelen Riefen auf der Matrix (auch ein Hinweis auf die Härte der Fossilien!). Leider ging dabei dennoch oft die Schalenoberfläche mit flöten, was durch Präparationslack wieder optisch wegretuschiert wurde.
Sieht man sich eine gut erhaltene+ebenso gepräppte Elrathia an, kann man schon ins Staunen kommen bezüglich der Oberflächendetails (Caeca am Cephalon, Randschärfe der Pleuren, nach meiner Beobachtung mutmaßlich sogar Poren - ich hab allerdings kein Mikroskop...). Auch bei Strahlpräparaten kann es zu Verlusten kommen, d.h. man kann "wunde Stellen" erkennen, wo die alleroberste Schalenebene durchbrochen wurde (was drunter herauskommt ist das, was man - mit weiteren Verlusten - bei den Bürstlingen noch sieht).
Allerdings gibt es auch Unterschiede in der Erhaltungsqualität (je nach Schiefer/Kalkstein) und sogar individuell innerhalb der gleichen Lage - die Caeca am Cephalon sind nicht immer sichtbar, auch ohne Präparationsverluste.
Ein Exemplar in der Schwarzschiefer-Erhaltung, die die besten Stücke die ich kenne kenne liefert, kannst du hier (Red and Black) anschauen. Es sind sogar winzige Pyritkristalle vorhanden. Die äußerst beliebten roten Elrathias aus den Red Beds Kalksandsteinen erreichen bei weitem nicht diese Detailtiefe. Doch allein die Bandbreite des Farbspektrums dieser Fossilien kann aus einem Massentrilo ein besonderes Individuum für die Sammlung machen :)
Es sind, wie auch Micha schon schrieb, schöne Kerlchen
lg.Klaus
__________________ „Ich suche nicht - ich finde.” Pablo Picasso.
2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge
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10.07.2009 23:33 |
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Jens
Moderator
Registration Date: 18.03.2007
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Halloa,
wollt mich auch mal zu Wort melden. Ne schön große Elrathia ist jedenfalls was Feines. In der größe würd ich schätzen ist es wohl nur einer von hundert in dieser Größenordnung...
Ich wollte noch was zum Nomenklatorischen sagen. Wenn in der Erstbeschreibung der Art kingii stand, dann ist das verbindlich. So sind die Regeln. Auch Schreibfehler dürfen nicht korrigiert werden.
Bestes Beispiel ist Kepplerites - benannt nach Herrn Kepler, dem Gattungserfinder war anscheinend nicht klar, das Kepler nur ein p brauchte ;-)
Es gibt natürlich auch Ausnamen:
Bei geschlechtsanzeigenden Artnamen ist es nötig, die Endung bei einem Gattungswechsel zu verändern, sollte die andere Gattung ein abweichendes Geschlecht haben. Wenn dies nicht in einer späteren Publikation erfolgt ist, so ist es schlichtweg falsch.
lg,
Jens
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12.07.2009 17:37 |
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chris280590
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Registration Date: 03.02.2009
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Meinst du nicht das "einer von Hundert" etwas übertrieben ist? Hab letztens gelesen das über 1,5 Mio. von diesen Tierchen gefördert wurden. Andererseits habe ich im Internet maximal 3cm-Exemplare zum Verkauf gefunden.
Gruß Christian
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13.07.2009 16:49 |
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Jens
Moderator
Registration Date: 18.03.2007
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Ist nur ne Schätzung. ;-) Ist so griffiger zu fassen, mit selten ist weniger anschaulich. Vielleicht ist es auch nur eine von 50, aber vielleicht auch nur eine von 1000. Man müßte viel Material gesehen und gezählt haben, um es genauer zu treffen. Hab ich aber nicht, sondern nur überschlagen um ne Zahl zu nennen;-)
lg,
Jens
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13.07.2009 17:07 |
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Einige Elrathia habe ich ja schon gesehen und ich muss sagen das 39 mm unumstößlich eine magische grenze sind. ich hatte bis jetzt nur eine 41 mm große Elrathia, und die musste ich auch richtig teuer bezahlen.
Also selbst wenn man mit richtig Geld wedelt sind große Exemplare einfach selten.
Ich habe mal gehört das die ganz großen Exemplare nicht aus dem "UDig" Quarry stammen sondern aus einem anderen loch in der Gegend.
Das legt die Vermutung von nahe das es hier auch Paleogeographische gründe geben kann. Nach dem musste "Die großen wagen hier nicht zuhause".
Grüße
Heiko
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11.08.2009 12:53 |
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chris280590
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Registration Date: 03.02.2009
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Was meint ihr ist denn so ein Tierchen um die 39-40 mm wert? Muss zugeben, habs zu nem Einheitspreisn gekauft und mir nur den bessten und größten rausgesucht ;-)
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17.08.2009 16:47 |
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