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 Marokko 2009 - Ein paar Impressionen - Block 3 Xiphogonium 18.12.2009 20:05
 RE: Marokko 2009 - Ein paar Impressionen - Block 3 Xiphogonium 26.12.2009 09:59

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10. Oktober

Wie bereits erwähnt, packten wir am 10. Oktober morgens unsere Sachen zusammen. Ich bin zwar kein Freund davon alle zwei Tage einen Stellungswechsel durchzuführen, aber die übersichtliche Ausbeute am Oufaten ließ uns keine andere Wahl.

Ebenso erwähnt habe ich, daß wir beschlossen hatten noch einmal nach Zirg zu fahren, der uns noch vom Vorjahr bekannten Stelle. Ich finde den Lagerplatz in Zirg als den schönsten, an dem ich bislang gewesen bin. Beschrieben habe ich ihn schon mal im Bericht vom Vorjahr, sage aber nochmal gern, daß es sich um einen Einschnitt in einem Höhenzug handelt und an drei Seiten von Fels umgeben ist. Es handelt sich dabei um alte Korallenriffe. Diese Stelle wurde bereits in der Steinzeit als Lagerplatz benutzt, denn bereits im letzten Jahr fand ich hier jede Menge bearbeiteter Feuersteine und Faustkeilabschläge.

Wie wenig ein Jahr dort ausmacht, konnte man daran feststellen daß unsere Lagerflächen, die wir mühsam von Steinen freigekratzt hatten, fast noch genauso tadellose erhaltren waren wie ein Jahr zuvor. Aber der Reihe nach .....



Auf der Fahrt nach Tafraoute - von der Sandwüste hinein in das Tal nahe Tafraoute - Gegensätze auf kleinstem Raum.
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Wir fuhren am Vormittag ab, vom Oufaten nach Süden und Südost. Hammi hatte beschlossen daß wir bei seiner Verwandschaft in Tafraoute zu Mittag speisen sollten, was wir auch taten. Von Tafraoute ist der Kem-Kem, das Gebirge hinter Zirg und eine natürliche Grenze gegen Algerien, bereits in der Ferne zu sehen. Nach einem frugalen Mahl schauten wir noch in dem berüchtigten "Shop" vorbei, der uns im letzten Jahr mit jenem "Kaffee" beliefert hatte, über den ich mich im Bericht des Vorjahres noch echauffiert habe ... <g>

Rainer hat dieses Mal ein paar Fotos vom Innenraum gemacht.



Ein typischer "Laden" in Südmarokko. Billige Sachen aus China, Sandalen, Getränke und Lebensmittel.
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Wenn es auch vieles andere nicht gibt: Coca-Cola (oben) gibt es an beinahe jedem "Shop".
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Dann ging es endlich Richtung Zirg, wo wor gegen 15 Uhr nachmittags ankamen. Erst mal die Zelte aufbauen - an genau den selben Stellen wie beim letzten Mal -alles war noch genaus so wie wir es knapp ein Jahr zuvor verlassen hatten. Schon liegt das Lager im Schatten, da durch die ringsherum aufragenden Felsen die Sonne für uns recht früh untergeht.



Deja-Vu - Das Lager sieht genauso aus wie 2008. Die im Hintergrund sichtbare Bank ist ein einziges großes Korallenriff.
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Natürkich wurde noch am gleichen Tage etwas gegraben - man kannte sich ja aus. Direkt hinter unserem kleinen, verborgen liegenden Lager und dem sich anschliessenden Höhenzug liegt der Kem-Kem, von hier ist es tatsächlich nicht mehr allzuweit bis zu den letzten Vorposten der marokkanischen Armee - aber immer noch weit genug daß man uns ungestört läßt.

Am nächsten Tag ist Rainer etwas herumgegangen und hat einige schöne Photos von den Aktivitäten gemacht, die hier in den letzten Jahren stattgefunden haben und bislweilen noch immer stattfinden.



Aufnahme aus halber Höhe von dem Grabungsabsatz aus, der sich rund um den Berg zieht. Im Hintergrund unser Lager. Die Senke ist nichts anderes als ein ausgetrockneter Flußlauf, der sich hin und wieder immer noch mit Wasser füllt, wie freigewaschenes Kiesbett allenthalben belegt.
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Blick in die andere Richtung. Im Hintergrund die Ausläufer des Kem-Kem. Rechts ist Abraum zu erkennen. Der Pfad endet nicht in ein paar Metern sondern verläuft vielmehr nach links, der natürlichen Gestalt des Berges folgend und fast bis ganz hinauf.
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Der selbe Berg, aus einiger Entfernung und von der anderen Seite aus gesehen. Im Hintergreund der Kem-Kem, vorne der Flußlauf, bevor er in die Senke einbiegt. Gut zu erkennen daß - der Schicht folgend - bis an den Scheitelpunkt der Lage abgegraben wurde.
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Blick von eben jenem Scheitelpunkt des Vorbiles auf den Berg gegenüber. Hier liegt die hauptsächlich abgegrabene Schicht exakt am Fuß der Erhebung, der großflächig und vor allem recht tief abgegraben wurde. Der Graben erreicht mitunter Mannshöhe. Dieter hat hier im Vorjahr recht viel gegraben. Bisweilen lohnt es sich auch den Abraum nochmals durchzugehen, denn es war auffällig daß "schnöde Phacopiden" und "billige Gerastos" gerne mal einfach liegengelassen wurden .... schliesslich gibt es hier auch Radiaspis, wenn auch kleine!

Die Perspektive täuscht etwas darüber hinweg daß das Gelände links tatsächlich flach daniederliegt und der Fluß sich von links nach rechts in die Senke windet der schliesslich an unserem Lager vorbei und durch den Einschnitt hinaus in die Ebene fließt.
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Am Abend des 11. Oktober hatten wir unerwarteten Besuch. Langsam und gemächlich näherte sich uns eine Herde von Dromedaren, die aus der Ebene kommend entlang des Flußlaufes bergan zogen. Es handelt sich nicht um wilde Tiere sondern sie gehören Leuten, die ihre Tiere einem Hüter anvertrauen der mit ihnen durch die Wüste zieht. Sie waren also keineswegs scheu, trotzdem näherte ich mich den Jungs auf leisen Sohlen und langsam um sie nicht zu verschrecken. Denn noch war von den Treibern nichts zu sehen ...



Ein marokkanisches Dromedar - wie bekannt unterscheidet man Dromedare bzw. Arabische Kamele von Trampeltieren ganz einfach aufgrund des nur einen Höckers, in dem entgegen landläufiger Meinung kein Wasser sondern Fettreserven gespeichert werden. Wasser behält es tatsächlich im Magen. Diese Tiere erscheinen auch nicht sehr groß, denn sie tragen den Kopf nicht ständug nach oben gereckt und erreichen regelmäßig eine Schulterhöhe von zwischen 1,80m und maximal 2,30. Mit meinen 1,90m konnte ich mich daher fast auf Augenhöhe mit den netten Kerlchen "unterhalten".
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Auge in Auge mit "Drommy". Sie sind schöne Tiere, mit großen, dunklen Augen und langen Wimpern, die manche Frau sicher gerne so hätte.
Diese Aufnahme entstand aus knapp zwei Metern. In seiner Wildform gibt es Dromedare leider längst nicht mehr. Wenn ich mich recht erinnere, wird der Wert eines solchen Kamels mit gut 2000 Dollar angesetzt - viel Geld in Marokko.

Wir blieben in Zirg bis zum 13. Oktober ..... aber davon später mehr ...

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18.12.2009 20:05 Xiphogonium is offline Send an Email to Xiphogonium Homepage of Xiphogonium Search for Posts by Xiphogonium Add Xiphogonium to your Buddy List YIM Account Name of Xiphogonium: xiphogonium
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26.12.2009 09:59 Xiphogonium is offline Send an Email to Xiphogonium Homepage of Xiphogonium Search for Posts by Xiphogonium Add Xiphogonium to your Buddy List YIM Account Name of Xiphogonium: xiphogonium
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