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Löwe4

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41

Samstag, 9. Juni 2007, 22:06

Cyberspace

Lieber Mike

Cyberspace geht natürlich auch auf "kybernetes" = Steuermann zurück. Das Surfen im Internet ist ein virtuelles Segeln. Die alten Forscher haben noch die griechischen Götter bemüht. Auf jeden Fall versucht jeder Namensgeber irgendeine Assoziation zu schaffen. Namen die auf sich das Aussehen (z.B. Dicranurus) beziehen, kann man leichter merken. Wie Fortey schreibt, gibt es bestimmte Regeln für die Nomenklatur. Bei den Trilobiten ist vieles chaotisch verlaufen und mit neuen Namen für das gleiche Tier (z.B. Odontochile = ZILCHOVASPIS) macht die Sache nicht einfacher.

Gruss

Louis

Xiphogonium

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42

Samstag, 9. Juni 2007, 22:11

RE: Cyberspace

Hallo Louis.

ist mir schon klar daß auch das Wort Cyberspace wiederum auf den von dir beschriebenen Ursprung zurückzuführen ist. Fakt ist aber, daß BASSE bei der Namensgebung an das Internet gedacht hat und nicht an die ursprüngliche Bedeutung. ;)

Mike
"The gates of Heaven and Hell are adjacent ... and unmarked!" - Carl Sagan
Empfehle uns doch weiter! :201: (Klappern gehört zum Handwerk)

Löwe4

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43

Samstag, 9. Juni 2007, 22:23

RE: Cyberspace

Das ist eine aufschlussreiche Feststellung:
Woran denkt ein Entdecker, wenn er etwas Neues erkennt. Amerika war bei der Entdeckung Westindien und die Indianer dessen Bewohner. Schliesslich hat dieser Kontinent seinen Namen vom Vornamen (Americo Vespucio) des ersten Beschreibers erhalten. Eher eine Zufälligkeit.

Man kann wohl kaum etwas Neues beschreiben und dabei nicht auf Bestehendes Bezug nehmen. Mit Paradoxides und Agnostus haben die Namensgeber versucht der Ratlosigkeit einen Namen zu geben. Schliesslich geht es darum, eindeutige Zuordnungen machen zu können. Die vielen Unterarten bei einigen wichtigen Arten sind wohl auch nicht ganz konsistent und wiederspiegeln eher das Interesse und weniger die zoologischen Fakten.

Gruss

Louis

pavel2

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44

Samstag, 9. Juni 2007, 23:58

RE: Cyberella

Hallo Louis,

Die Mehrzahl darf eigentlich in den Gattungsnamen nicht vorkommen - aber grammatisch gesehen hast Du recht. Ich glaube, der Forscher hat sich nicht viel Gedanken darüber gemacht, ob Cyberella wirklich einem griechischem oder leteinischem Begriff entspricht - vielleicht eine Association mit Cynderella auf Cyber-Space angewandt?

Bei der Grammatik kann man einen gewissen Trend bei den jüngeren Forschern beobachten (ich schätze so seit den 30-en Jahren des 20-ten Jahrhunderts). Die machen sich keinen Kopfzerbrechen mit dem Geschlecht der Gattungsnamen und vergeben einfach die Artnamen oft in maskuliner Form. Da findet man einen Trilobiten Peronopsis integer, obwohl es P. integra heißen sollte. Habe ich recht?

Gruß Pavel

juniper

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45

Sonntag, 10. Juni 2007, 01:06

derivatio nominis

Die Herkunft des gewählten Namens wird in der Erstbeschreibung erklärt („derivatio nominis”), dabei wird normalerweise auch das Geschlecht (m/f) genannt.
Die erstbeschriebene Art wird in diesem Papier (und nur in diesem) als n.sp. bezeichnet (dt.: neue Spezies).
In allen sich darauf berufenden Nennungen wird dann der Name des Erstbeschreibers und das Jahr verwendet, bei produktiven Erstbeschreibern sogar angehängte Buchstaben (a, b, c ... für die erste, zweite, dritte... Veröffentlichung des Autors in demselben Jahr, z.B. Syspacephalus variosus SUNDBERG & McCOLLUM, 2003b).

Man bräuchte also nur die Erstbeschreibungen aller Trilobitenarten (sind ja nur 15tausend) und könnte darin die Gedanken nachlesen, die sich der Erstbeschreiber bei der Namensgebung gemacht hat. Damit es nicht zu einfach wird, muß man natürlich auch noch all die Schriften zu Rate ziehen, in denen eine Revision/Umbennung vorgenommen wurde (auch hier ist die „derivatio nominis” enthalten).
Erschwerend zur schieren Menge kommt noch, daß je nach Kulturkreis und Alter die Texte in freundlichem Latein, Russisch oder Chinesisch verfaßt sind :304:

Man kann ganz sicher viele Namen zur lateinisch/griechischen Wurzel zurückverfolgen, das ist vor allem dann aufschlußreich, wenn beschreibende (statt ehrende) Benennungen gewählt wurden.

Viele Gattungsnamen beruhen aber leider auf Ehrenbezeugungen - nicht nur für die Götter der klassischen Antike (und das sich in den Sagen herumtreibende Begleitvolk), sondern auch für die wissenschaftlichen Halbgötter der Naturforschung, inclusive der Drittel-, Viertel- und Zweiunddreißigstelgötter und deren Beisitzer.

Den Schweden DALMAN tragen beispielsweise eine Menge Spezies mit sich herum (auch zurecht), nicht nur der schöne DALMANites.

(nebenbei: Zlichovaspis ist meines Wissens lediglich eine Spezialform von Odontochile, welche sich - hervorragendste Erhaltung vorausgesetzt - nur anhand der bestimmten Anordnung von Details der Schalenskulptur zweifelsfrei bestimmen läßt :291: )

Die „derivatio nominis” ausgehend vom Namen zurückzurecherchieren benötigt daher nicht nur gute Kenntnisse der Sprache, sondern auch der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte.
Die durchaus intelligente Herleitung eines Namens wie bei Cyberella (in diesem Fall auf das Internet bezogen) ist alleine aus dem Namen nicht mehr zuverlässig rekonstruierbar.

Es wäre auch interessant herauszufinden, warum Linné einstmals den Paradoxus (gemeint ist der Trilobit Paradoxides) so benannt hat.
Immerhin hat Linné auch kurzerhand die Pleuren als Beinchen (Gliedmaßen) interpretiert :) wobei die Arthropodennatur der Trilobiten erst noch nachgewiesen werden mußte (WALCH und die Analyse der Einrollungsfähigkeit der „Dudley Locust”, also der seit 1749/52 aus Dudley/GBR bekannten artikuliert erhaltenen Calymene blumenbachi. Der Nachweis von Trilobiten-Beinen wurde sogar erst 1870ff durch die intensive Arbeit WALCOTTs erbracht, wodurch die Zuordnung der Trilobiten zu den Arthropoda endgültig bewiesen war).

Zuvor wurden Trilobitenreste (z.B. Pygidium) in den Kunst&Wunderkammern durchaus kreativ als „Kakadumuschel” und ähnliches bezeichnet (klingt doch echt niedlich :201: ).


Olenus
aus dem mittleren Kambrium (z.B. von Schweden)
Ordnung: Ptychopariida
Unterordnung: Ptychopariina
Unterordnung: Olenina
Familie: Olenidae

Olenellus
aus dem Unterkambrium (z.B. von Nevada/USA)
Ordnung: Redlichiida
Unterordnung: Olenellina
Überfamilie: Olenelloidea
Familie: Olenellidae
Olenellus gehört zu den ganz archaischen Trilobiten. Wegen der fehlenden Fazialsutur (Gesichtsnähte) wollten übereifrige Forscher dem ärmsten sogar den Trilobitenstatus entziehen, was ihnen aber nicht gelang.

Vielleicht hat das dem alten Olenellus gestunken...

(sorry für den unkonstruktiven Kalauer ;) Auf deutsch: Ich hab keinen Schimmer, woher sich der Name ableitet...)

lg.Klaus

Edit: Habe gerade beim Stöbern Infos zu Olenoides serratus (das ist derjenige aus dem Burgess Shale mit den tollen Beinchen und Antennen) gefunden.
Die Smithonian Institution schreibt, der Name Olenoides leitet sich ab von „Olenus, Gatte der Lethaea. Wegen seines (unangemessenen) Stolzes wurden beide zu Stein verwandelt.”
Also geht der Name wohl generell auf diese Geschichte zurück.
Talent ist eine Gabe, keine Verpflichtung.

2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »juniper« (10. Juni 2007, 01:34)


Löwe4

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46

Sonntag, 10. Juni 2007, 10:28

Interesse am Namen

Lieber Klaus

Vielen Dank für die aufschlussreichen (im wahrsten Sinn des Wortes) Ausführungen. Der Zusammenhang der Natur- mit der Wissenschafts- und Kulturgeschichte (wobei die Naturgeschichte wohl auch einen Teil der Kultur darstellt) ist das Faszinierende an den Trilobiten. Nur schöne Tierchen zu sammeln und ihnen einen unverständlichen Namen zu geben genügt mir nicht. Die Stammbaumanalyse der beinahe unerschöpflichen Vielfalt macht den Reiz dieses Hobbys aus. Erschwerend ist aber, dass wie bei der Astronomie, keine eigentlichen Experiment zur Bestätigung von Hypothesen gemacht werden können. Darum ist ja alles irgendwie relativ. Z.B. sehe ich bei den vielen Familien der Ptychopariida keinen eingentlichen Zusammenhang wie bei den Asaphida.

Gruss
Louis

Löwe4

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47

Sonntag, 10. Juni 2007, 10:38

Olenus und Ableitungen

Nochmals:
Es scheint das alle Ole... -Namen auf Olenus zurückzuführen sind.

Olenina sind Tilobiten, die zur Unterordnung Olenus gehören
Olenidae die Olenus-artigen
Olenoida, die Olenus-ähnlichen
Olenellus, der kleine Olenus
etc.

Es hat durchaus System.

Es war etwas einflallslos, eine neue Unterordung mit fast dem gleichen Namen einer bestehenden zu versehen. Wer ist daran schuld?

Gruss

Louis

pavel2

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48

Sonntag, 10. Juni 2007, 13:42

RE: Olenus und Ableitungen

Zitat

Es war etwas einflallslos, eine neue Unterordung mit fast dem gleichen Namen einer bestehenden zu versehen. Wer ist daran schuld?


Hallo Louis,
Ein langsam entwicklende taxonomische System ist Schuld daran. Früher wurden die Trilobiten nicht in so viele Gruppen aufgeteilt. Ein Forscher hat sich also nach äuserlicher Ähnlichkeit gerichtet und wollte diese auch bei der Namensgebung berücksichtigen. Erst später hat man festgestellt, dass Olenus und Olenellus einer ganz anderen Gruppen zugehören. Weil zusätzlich die Gattung Olenus sehr typisch für diese Gruppe ist, wurde diese Gattung zu Typus für diese Gruppe gewählt. Man muss natürlich wirklich den typischsten Vertreter als Typus nehmen und weil der Gattungsname nicht geändert werden darf, sind Olenina und Olenellina entstanden. Man muss auch sehen, dass beide Unterordnungen früher zusammen unter Ptychopariida und aus damaliger Sicht nicht so unterschiedlich waren.

Die Ptychopariida ist eine "künstliche" Zusammenspüllung von unterschiedlichsten Formen, die man nicht eindeutig von anderen ausgrenzen kann. Im Laufe der Trilo-Namen-Geschichte waren in dieser Gruppe Proetida, Asaphida und Harpetida. Erst später wurden diese Gruppen erfroscht und als selbständige Ordnungen aufgestellt.

schönen Gruß
Pavel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pavel2« (10. Juni 2007, 13:45)


Löwe4

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49

Sonntag, 10. Juni 2007, 17:02

Ptychopariida

Ich habe vermutlich einen Fehler gemacht

Ptychopariida heisst wohl Faltenbacke

und nicht Faltenteil ( wäre dann abgeleitet von pars, partis =Teil) als Ptychopartidae

Wahrscheinlich stimmt diese Vermutung:
Ptyx, Ptchos (Genitiv )= Falte und Parei = Backe
analog zu
Pareiosaura, die haben z.B. einen flachen, breiten Schädel.

Ptychopariida sollten dann Trilos mit breitem, faltigen Cephalon sein. Stimmt das?

Typische Vertreter sind: Elrathia, Modocia, Elliposcephaloidae, Conocoryphe.
Bei diesen könnte das zutreffen.

Bei Soa hirsuta und Triarthrus eatoni stimmt das eher nicht. Die müssten eine eigene Unterordnung bilden.

Louis

pavel2

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50

Sonntag, 10. Juni 2007, 19:32

RE: Ptychopariida

Ja, die Gattung Ptychoparia hat wirklich Backen (Librigenae und Fixigenae) mit Falten (genal caeca). Es ist aber für die Gattung typisch (heißt auch deswegen so), muss aber nicht für die anderen Vertreter dieser Ordnung typisch sein. Das heißt, andere Gattungen aus der Ordnung Ptychopariida sind zu dieser Ordnung aufgrund auch anderer Merkmale zugeordnet, nicht weil sie Falten auf dem Kopf haben. Der Name Ptychopariida bedeutet taxonomisch (nicht lingvistisch), es ist eine Gruppe, deren typischer Vertreter die Gattung Ptychoparia ist und andere Gattungen aus dieser Gruppe haben mit den faltigen Backen nichts zu tun. Übrigens, historisch basiert diese Gruppe auf dem Verlauf des Gesichtsnahtes (wieder typisch für Ptychoparia) - ptychoparian Typ - das war der Zugehörigkeitsmerkmal, nicht die Falten. Der Name Ptyhopariida reflektiert also nur den Namen der typischen Gattung, nicht anatomische / morfologische Merkmale anderer Vertreter.

Gruß Pavel

Rudolf

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51

Montag, 11. Juni 2007, 11:38

Ollenellus im Bild

Ihr seit am Palavern über Namen und Namensgebung.Da ich nie eine tote Sprache gelernt habe besteht mein Beitrag aus einem Bild von
Ollenellus gilberti aus dem Ordovicium der USA. Leider habe ich keine genaueren Fundortangaben. Ich vermute Nevada.
Der Trilo ist 1,2 cm lang und 0,8 cm breit.
Viele liebe Grüße
rudolf :D :O
»Rudolf« hat folgendes Bild angehängt:
  • Ole.jpg
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Löwe4

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52

Dienstag, 12. Juni 2007, 17:09

RE: Ollenellus im Bild

Lieber Rudolf

Sorry. Wir wollen nicht damit angeben oder jemanden vor dem Kopf stossen.

Das Palavern über Namengebung ist für mich wichtig aus zwei Gründen:

1. Kann man aus dem Namen in vielen Fällen eine Vorstellung des typischen Merkmals bekommen und so die Verwandten schneller erkennen.

2. Ich kann mir darum die Namen ohne Eselsbrücke leichter merken.

Danke für Deinen Beitrag.

Dein Olenellus ist schön ausgeprägt. Ich habe einen weniger schönen aus California (=heisser Ofen).

Ich bin weiterhin interssiert an der Namensgebung, weil damit die Geschichte der Entdeckung verbunden ist. Und das ist oft spannend.

Gruss

Louis

Rudolf

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53

Mittwoch, 13. Juni 2007, 12:46

Nicht nötig

Lieber Louis ,
Du brauchst Dich bei mir nicht zu entschuldigen.Mein Beitrag war auch nicht böse gemeint.Ich hab mir halt gedacht "bring mal ein Bildchen zu dem Namen." Wenn ich entsprechendes Material habe kann das durchaus öfter passieren das ich mich dann einmische.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D
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juniper

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Donnerstag, 14. Juni 2007, 02:46

RE: Ollenellus im Bild

Hi Louis

So ein paar Bildchen lockern den Thread doch auch ein bisserl auf :177:

Wenn dein Olenellus aus Kalifornien stammt und etwas undefiniert erscheint, könnte es sich um Olenellus clarki (RESSER, 1928 ) handeln. Die Matrix ist oft sehr rot-bunt (hat aber nix mit dem heißen Ofen zu tun, denke ich ;) ).
In Kalifornien wird aber natürlich auch Olenellus gilberti gefunden.

Anbei ein typischer Beleg, die Bestachelung fehlt weitgehend. Die Matrix fühlt sich etwas eigentümlich wachs-artig an (ist nicht behandelt, nur der Trilo ist minimal gelackt).

Olenellus clarki (RESSER, 1928 ). Unterkambrium, Providence Mountains, Cadiz, Kalifornien/USA.
Größe Trilobit LxB 34x35mm

lg.Klaus
»juniper« hat folgendes Bild angehängt:
  • O_clarki-7240.jpg
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Löwe4

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55

Donnerstag, 14. Juni 2007, 13:10

RE: Ollenellus im Bild

Lieber Klaus

Ein schönes Stück das viel schärfer gezeichnet ist als meins.

Die Olenelloiden (richtig ausgedrückt?) gehören mit zu den ältesten Trilobiten. Die Verwandschaft der einzelnen Typen wurden vor allem durch Cephalon-Merkmale (ausgehend von Profallotapsis) erstellt. Fragen:
(1) Hat jemand einen Stammbaum des Genus Olenellus?
(2) Wurden Altersbestimmungen der Gesteine (z.B. durch Radioisotopen-Analyse) gemacht um so das absolute Alter zu bestimmen.
(3) Wie weit ist das damalige Verbreitungsgebiet der einzelnen Spezies und global.

Ich gehe mit diesen Fragen etwas über die Namensgebung hinaus und die Antwort(en) könnten unter Rubrik Taxonomie verschoben werden.

Gruss

Louis

juniper

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56

Donnerstag, 14. Juni 2007, 13:17

RE: Ollenellus im Bild

Rudolf schrieb zu seinem Olenellus gilberti:
Dieser ist 1,2 x 1 cm groß

Stümmt, Olenellus ist meistens ziemlich klein, von daher ist auch die Verkleinerungsform des Namens nachvollziehbar.
Aber es gibt sie ja auch größer :082:

Olenellus gilberti (MEEK in WHITE, 1874). Unterkambrium, Pioche Formation, Panaca/Nevada, USA.
Exemplar auf dem kleinen Stein LxB 11 x 9.5 mm (Ruin Wash, Pioche Fm.), großer Trilobit 54 x 45 mm (Pioche Fm.)


Spektakulär sind die Stücke, bei denen die Schale in ein Calzitplättchen „eingewachsen” ist.
Hier zur Abrundung des Themas noch ein vollständiges Exemplar mit allen Stacheln (LxB 35/22 x 21 mm, Ruin Wash, Pioche Fm.)

lg.Klaus
»juniper« hat folgende Bilder angehängt:
  • O_gilberti-7268m.jpg
  • O_gilberti-7253.jpg
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Rudolf

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57

Donnerstag, 14. Juni 2007, 13:27

Altersbestimmung

Soweit mir bekannt kommt diese Gruppe von Trilos auch im Burgess shale vor. Von diesem Gebiet wurde soweit ich weiss auf Anregung von Morris ein Radioisotopenuntersuchung durchgefüht.Leider habe ich nie eine Veröffentlichung darüber gesehen.Das Interesse war noch zu meiner Bundenbachzeit da zwischen den beiden Fundstellen durch einige Arthropoden (Marella) bestand. Man hatte an beiden Fundstellen Arthropoden gefunden die sonst an keiner Fundstelle auftauchten.
Das Alter von Burgessshale wird meistens mit 540 Mill. angegeben. Es gibt aber auch andere Meinungen.Die Fundsatelle in China scheint älter zu sein.Dort kommen auch Trilos vor.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D
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Donnerstag, 14. Juni 2007, 15:22

RE: Ollenellus im Bild

Vielen Dank für die aufschlussreichen Bilder

Interessant zu sehen die beiden O. gilberti, von denen wirklich nur einer ein -ellus ist. Auffällig die langen beidseitigen Pleuralstachel des dritten Segmentes. Sind diese typisch für alle Olenelli?

Gruss

Louis

juniper

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59

Donnerstag, 14. Juni 2007, 16:19

RE: Ollenellus im Bild

Hi Louis

meines Wissens sind die Pleurenstacheln am 3.Segment für Olenellus typisch.
Der Bereich ums „Pygidium” kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Es gibt Arten, die haben einen langen Stachel (z.B. O. gilberti, O. chiefensis), oder sie haben eine „verlängerte Axis”, welche an die Rassel einer Klapperschlange erinnert, den sogenannten „Ophistothorax” (z.B. Nevadia weeksi, oder Nephrolenellus geniculatus).
Olenellus fowleri hat den Ophistothorax plus Schwanzstachel (bei allerbester Erhaltung).
Der Ophistothorax scheint bei großwüchsigen Exemplaren häufiger mal zu fehlen - vielleicht ist er irgendwann beim Häuten abgegangen.

Am ehesten sind die Arten an der Form des Cephalon zu unterscheiden. Ich vermute, die meisten Artbestimmungen beruhen auch auf der Beschreibung von isolierten Cephala, weil diese nicht selten sind.

Vor allem der Amerikaner RESSER war in seinem Wirken in den 1920er bis 40er Jahren sehr darum bemüht, allen Neuerscheinungen einen Artnamen zu verpassen (bereits verschiedene Fundorte sollen ihm Unterschied genug gewesen sein).
Er hat allein bei den Trilobiten über 900 Arten neu aufgestellt (daneben noch Brachiopoden und alle anderen Sorten von fossilen Lebensformen bearbeitet :108: ), fast alle nur mit Beschreibung ohne bzw. selten mit Abbildungen, die oft auch noch mangelhaft waren (zu winzig gedruckt).
Einen Namen hat er sogar zweimal aufgestellt für 2 verschiedene Trilobiten - da hatte er wohl selbst den Überblick verloren.
Deswegen wird die Taxonomie nach RESSER nur mir Vorsicht wissenschaftlich angewandt. Aber immerhin, jedes Bruchstück war ihm wert, einen Namen zu bekommen.

lg.Klaus
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Jens

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60

Donnerstag, 11. April 2013, 15:18

Hallo,

ich möchte dieses schöne Thema mal wieder in die Erinnerung rufen und verlinke mal wichtige Passagen zum Thema, die im INTERNATIONAL CODE OF ZOOLOGICAL NOMENCLATURE stehen.

Hier erst mal eine Übersicht zu wichtigen Aspekten bei der Namensgebung:

http://www.nhm.ac.uk/hosted-sites/iczn/c…pter=9&nfv=#ch9

Hier mal ausgewählt der Abschnitt über die Behandlung von Artnamen, wo es leider oftmals recht komplziert werden kann, besonders wenn die Grammatik mit ins Spiel kommt;-)

http://www.nhm.ac.uk/hosted-sites/iczn/c…v=&article=31#1

Ich greife dann gleich mal ein paar Knackpunkte auf:

Artnamen basierend auf dem Vornamen und Nachnamen von Forschern, Findern und Beehrungswerten müssen lateinisiert werden und verlangen den Genitiv, der im Lateinischen durch ein i angezeigt wird, à la Peter's Imbissbude.

ICZN: "Chapter 31.1.1. A species-group name, if a noun in the genitive case formed from a personal name that is Latin, or from a modern personal name that is or has been latinized, is to be formed in accordance with the rules of Latin grammar."

ICZN: "Examples. Margaret, if latinized to Margarita or Margaretha, gives the genitives margaritae or margarethae; similarly Nicolaus Poda, even though the name of a man, if accepted as a Latin name, gives podae; Victor and Hercules, if accepted as Latin names, give victoris and herculis; the name of Plinius, a Roman, even though anglicized to Pliny, gives plinii; Fabricius and Sartorius, if treated as Latin names, give fabricii and sartorii, but if treated as modern names give fabriciusi and sartoriusi; Cuvier, if latinized to Cuvierius, gives cuvierii."

Nun ich denke dass man hier schnell erkennen kann, dass es selbst mit dem i nicht ganz einfach ist. Allerdings sollten heutzutage Artnamen mit Doppel-i vermieden werden

Auch für die Benutzung von nichtlateinisierten modernen Namen gibt es Regeln:

ICZN: "Chapter 31.1.2. A species-group name, if a noun in the genitive case (see Article 11.9.1.3) formed directly from a modern personal name, is to be formed by adding to the stem of that name -i if the personal name is that of a man, -orum if of men or of man (men) and woman (women) together, -ae if of a woman, and -arum if of women; the stem of such a name is determined by the action of the original author when forming the genitive."

Aber es gibt natürlich noch mehr Endungen, abhängig davon ob es sich um den Genitiv eines Männer- oder Frauennamens handelt, oder ob es sowohl ein Mann als auch ein Frauenname ist, oder deren Plural.....

ICZN: "Example. Under this provision, the species-group names podai from Poda, victori from Victor, and cuvieri from Cuvier are admissible. The names puckridgei and puckridgi may be formed from Puckridge."

Also obacht bei der Namensgebung;-)

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Originalschreibweise eines Namens erhalten werden muss und dass Änderungen der Schreibweisen (Emendationen) auf Regeln beruhen.

ICZN: "Chapter 31.1.3. The original spelling of a name formed under Articles 31.1.1 and 31.1.2 is to be preserved [Art. 32.2] unless it is incorrect [Arts. 32.3, 32.4] (for treatment of incorrect subsequent spellings of such species-group names see Articles 33.3 and 33.4)."

Das bedeutet dass Schreibfehler nicht korrigiert werden dürfen, Ausnahmen sind das Kleinschreiben von Artnamen, die auf Personennamen beruhen und früher daher meist gross geschrieben wurden. Oder aber Buchstaben wie die deutschen Umlaute ä, ö, ü in ae, oe, ue abändern. Oder aber auch dass Entfernen von Bindestrichen oder Ausschreiben von Abkürzungen der ursprünglichen Schreibweise.

http://www.nhm.ac.uk/hosted-sites/iczn/c…v=&article=33#3

Ein weiterer wichtiger Punkt, dass Geschlecht einer Gattung, auch hierzu gibt es Regeln:

ICZN: "Chapter 31.2. Agreement in gender. A species-group name, if it is or ends in a Latin or latinized adjective or participle in the nominative singular, must agree in gender with the generic name with which it is at any time combined."
- Gattung und Art müssen dasselbe Geschlecht besitzen, was wichtig ist, wenn man später eine Art von einer Gattung in eine andere überführt, diese aber z.B. männlich und nicht weiblich ist. Das Ganze betrifft nur Artnamen in der Einzahl, Artnamen im Genitiv bleiben unverändert.

Wie immer gibt es natürlich Ausnahmen:

ICZN: "Chapter 31.2.1. A species-group name that is a simple or compound noun (or noun phrase) in apposition need not agree in gender with the generic name with which it is combined (the original spelling is to be retained, with gender ending unchanged; see Article 34.2.1)."
ICZN: "Chapter 34.2. ....... if the gender ending is incorrect it must be changed accordingly (the author and date of the name remain unchanged)"

Da viele heutige Autoren die Regeln nicht kennen, schwirren in den Gattungen häufig Artnamen mit falschen, da ursprünglichen Endungen herum. Wichtig ist daher das Geschlecht einer Gattung zu kennen und dies kriegt man idealerweise durch Nachschauen bei der Typusart heraus und/oder es ist vom Autor sogar angegeben, was zumindest heute Pflicht bei einer Neubeschreibung ist

ICZN: "Examples. The specific name in Simia diana (Simia and diana both feminine) remains unchanged in Cercopithecus diana (Cercopithecus masculine); and the noun phrases in Melanoplus femurrubrum (Melanoplus masculine; but rubrum agreeing with femur, neuter) and Desmometopa m-nigrum (Desmometopa feminine; nigrum neuter, agreeing with m, because letters of the alphabet are neuter)."

http://www.nhm.ac.uk/hosted-sites/iczn/c…v=&article=31#1

So, dass soll erstmal reichen, hoffe der kleine Exkurs in die Wirren der Nomenklatur hat etwas Interesse erregt.
Wir sollten aber auch mal schauen, dass die schöne Tradition des Erklärens von Trilobitennamen wieder auflebt.

Kann man irgendwie die schöne Liste von Löwe hier als Tabelle anzeigen lassen?? Ich probiers mal.

lg,
Jens

genus species prefix Root1 Means1 Root2 Means2 Root3 Means3 Translation
Acanthopyge acanthos Stachel pyge Steiss Stachelschwanz
Acastoides Acastos Gr. König
Acidiphorus acidos scharf phorein tragen Lanzenträger
Agnostida a gosc kennen Unbekannter
Agraulos in Stein verwandelte Agraulos
Alataurus a latus schmall urus Schmalschwanz
Allolichas Allos andere Der andere Lichas
Alokistocare alokisto
Ammagnostidae ammos Sand Sandunbekannte
Ampyx gr. Seher
Aneuacanthus aneur nichtfaserig acanthos Stachel Glattschwanz
Anomocaroidea anomos ungewöhlich caryos Nuss Ungewöhliche Nuss
Apatokephalops apex Spitze kephalos Kopf Spitzkopf
Aphelaspis aphid Laus aspis Schild Lausschild
Archegonus arche Anfang gignäsco geboren Erstgeboren
Arctinurus Arctus Bogen urus Schwanz Bogenschwanz
Asaphus platyrus a sapere wissen platyrus platt Unbekannt
platter Unbekannter
Ascetopeltis ascetos Schlauchartig peltis Schild Schlauchschild
Atops a topos Ort am falschen Ort
Aulacopleuroidea aulacos Flöte, Röhre pleura Rippe Flötenrippe
Auricula auris Gold Goldiger
Australosutura Australo Süd sutura Naht Südnaht
Baltagnostus eurypy balta Baltisch? eurus breit py Schwanz baltischer Beitschwanz
Bathynotus batys kurz, breit notos Rücken Kurzrückler
Bathyuroidea  bathys kurz, breit urus Schwanz Breitschwanz
Bavarilla
Bufoceraurus buf(f)o Kröte cheir Hand urus Schwanz Krötenschwanz
Calipernurus calipper Raupe urus Schwanz Raupenschwanz
calymenia Calymene Tochter des Aeolus
Carbonocoryphe carbon Kohle coryphe Keule Kohlenkeule
Cedaria minor cedaria Zeder minor kleiner Zederzapfen
Centropleurida centrum Mitte Mitte pleura Rippe Zentralrippen
Ceratocephala ceras Horn cephalus Kopf gehörter Kopf
Ceraurus pleurexanthemus cera Horn xanthos gelblich urus Schwanz gelbrand Hornschwanz
Chasmops chasm E Spalt Spalt
Cheiruroidida cheir handförmig urus Schwanz Doppelschwanz
Cheirurus Cheir handförmig urus Schwanz Doppelschwanz
Chondroparia chondros Korn, knorpel parei Backe Knorpelbacken
Clavagnostidae clava Keule Keulen
Condylopygoidea condylo Höcker pyg Steiss Höckersteiss
Conocoryphe conos Kegel coryphe Keule Kegelkeule
Cornuproetus cornus Horn Horn-Proetus
Cornuproetus cornutus cornus Horn Geörnter Horn-Proetus
Coronocephalus coronco Krähe kephalus Krone Krähenkopf oder Rundkopf
Corynexochella coryxo Rabe chella Kralle Rabenkralle
Crassiproetus crassus Fett, dick Fetter
Cryptolithus kryptos verborgen lithos Stein Verborgener Stein
Cybele Cybele verstümmelte Tochter Meons
Cyclopyge cyclo Kreis Kreisrundschwanz
Cyphaspis cyphos krumm Krummschild
Cyphoproetus cyphos krumm Krumm
Dalmanites Dalman Paläntologe
Damesella
Diabole Dia durcheinander bolein werfen Teufel
Dicranurus Di zwei cranus Schädel urus Schwanz Zweischädelschwanz
Dikelocephalus di celis Fleck Kephalus Zweifleckkopf
Diplagnostidae diplus doppel Doppel
Dokimocephalida cephalos Kopf
Doryagnostidae dory Spiess Spiess
Dorypygidae dory Lanze pygid Steiss Lanzensteiss
Drepanura
Dysplanus dys planus uneben
Ellipsocephaloidea ellipsos Ellipse kephalos Kopf Ellipsenkopf
Elrathia ?
Encrinurus En crinis Haar urus Haarschwanz
Entomaspis en temno geschnitten Einschnittpanzer
Eodiscina eos Morgen discos Diskus früher Diskus
Falloaspis fallo FALSE aspis Schild falscher Schild
Glyphaspis glyphos geschnitzt Geschnitzer Panzer
Glyptagnostidae glyptos schnitzen Kerb
Glyptagnostus reticulatus glyptos geschnitzt reticulans Netzartig Krebnetz-Unkekannter
Harpes harpes Sichel Sichel
Hollardops Hollard Paläntologe
Holotrachelidae holos ganz trachys rauh Rauher
Homotelus homo gleich telos Ender Gleichender
Hoplolichas hoplos Waffe Bewaffneter
Illaenurus Illaen urus Schwanz
Isotelus iso gleich telos Ende Gleich-Ender
Kettneraspis Ketter
Lancastria placenta Lan behaart castrare entmannt placenta Kuchen Wollkuchen
Leiostegium lei glatt stegum Deckel Glattdeckel
Leonaspis leo Löwe aspis Schuppe Löwenpanzer
Leptoplastus leptos schmal plastus geformt Schmalform
Lichakephalus Liche ausgefranzter Kopf
Megapharanaspis mega gross pharynx Schlund aspis Schuppe grosse Schuppe am Schlund
Menomonia
Mesonacis meso mittel acis scharf Mittelscharf
Metagnostidae meta später Später
Modocia

Neseuretus Begleiter Aeneas, Rüstung sammelnd
Nileus Nileus Nilpferd
Nucleurus nucleus Kern Kernschwanz
Oculeus Oculus Augen Auge
Odontochile Odonto Zahn chilos Saum gezähnt
Odontopleura ondont Zähne Pleura Seite Gezähnt
Oidalaproetus oidos Augen Augen
Olenellus olere stinken kleiner Stinker
Olenina Olenus
Olenus
Oryctocephalus orycto ausgraben cephalos Kopf augegragener Kopf
Pagetia bootes pagos Eis bootes Eis

Paradoxida para neben dokein glauben unglaublich
paraljurus Para längs urus Schwanz Langschwanz
Parasolenoparia parasolen Sonnenschirm pars Teil Sonnenschirm
Pemphigaspis phemphigus Blasen aspis Schuppe Blasenschuppe
Perunaspis Peras Grenze aspis Schuppe Schuppengrenze
phacopida fascis Bündel ops Auge Bündelauge
Phacops rana phagein Essen rana Frosch Froschauge
Phillipsia Phillips Paläntologe
Platyantyx platus flach antyx Blatter
Plethopeltidae pletto schlage, erschrecke pelitis Schild Schlagschild
Pleuroctenium pleura Seite octenium acht Achtseiter (Suturen)
Pliomerida Plio falten meros Teil, Glied Faltenglieder
Proetus granulosus granum Korn Proitos, König von Tiryns
Polypleuraspis poly viel pleuara Seiten aspis Schild Vielseitenschild
Ptychagnostida ptychos Falte Falten
Ptychagnostida cuyanus cuyanus ? Falten Unbekannert
Ptychopleurites ptychos Falte pleura Seitenfalten
Ptychopyge ptychos Falte pyge Schwanz Faltschwanz
Pulcherproetus pulcher schön Schöner
Raphiophoridae Raphios Naht pherein tragen Genähter
Redlichida Red zurück? Lichida Boote Hercules Zerzauster
Reedops Reed ops Auge Paläntologe
Remopleurides remus Ruder Seite Ruderseite
Rinconaspis Rinos Nase aspis Schild Nasenschild
Sao hirsuta Sao hirsuta behaart Saon Sohn des Jupiter
Schizoproetus schizo gespalten Proetus Gespaltener
Scotoharpes Scotos dunkel, blind hapes Sichel Dunkelsichel
Scutellum scutellum Schildchen Lederschild
Selenopeltis selene Mond peltis Schild Mondschild
Telephinidae telos Ende finis Ende End
Triarthrus tri arthus Glied Treiglieder
Tricrepicephalus tri crepis Grundlage kephalos Kopf Dreischichtkopf
Trimerolichas tri mero Teil Dreiteil
Trinucleioidea tri nucleos Kern Treikern
Xiphogonium Xiophos Schwert gonos Ecke, Knie, Kante Schwertschneide
Xystocrania Xystos cranos Schädel
Xystriduridae xystros urus Schwanz
Was wäre die Welt ohne Trilobiten.
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