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  • »Schachtratte« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 23. März 2007, 20:43

Ernährungsweise der Trilobiten

Nun allgemein wird ja davon ausgegangen dass Trilobiten Detritusfresser sind und so im Sediment rumstrudeln. An diesem Bid hat sich lange nichts getan.

Was schliesst eigent lich aus, dass nicht einige von ihnen wenigstens kleine Raptoren waren und gezielt auf die Jagt gingen? Opfer könnten Larven von anderen Trilos gewesen sein.
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?

Der Idealismus wächst mit der Entfernung zum Problem!

"Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen."

Jens

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2

Freitag, 23. März 2007, 21:55

Bei Olenellus weiß man ja aufgrund seiner Beine, daß er ein Räuber war. An seinen Beinen sind ziemlich scharfe Fortsätze dran. Man geht davon aus, daß er sich Würmer oder Ähnliches weiches Viehzeug zur Gemüte geführt hat.
Bei Phacopiden nimmt man auch eine räuberische Ernährungsweise an, was sie aber genau gejagt haben, weiß ich nicht. Sicher keine Fische.
Drotops war bei seiner Größe bestimmt nicht ungefährlich.

Grüsse,

Jens
Was wäre die Welt ohne Trilobiten.
:267: :240: :272:

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Agnostus

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3

Freitag, 23. März 2007, 22:07

RE: Ernährungsweise der Trilobiten

Hallo Udo,

zu dem was Jens schrieb. Man stellt sich das so vor, das mit den Beinen die Würmer geschreddert wurden. und anschliessend die Teile zur Mundöffung mit den Beine transportiert wurden. Mehr dazu kannst du nachlesen auf Sam Gon III Triloseite:

http://www.trilobites.info/feeding.htm

Viel Spass :D

Gruss
Ronald

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Michael

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4

Freitag, 23. März 2007, 22:39

Hallo,
ich glaube auch nicht, dass alle Trilos nur im Schlamm rumgelutscht haben. Allein die vielen verschiedenen Formen der Hypostome spricht ja dagegen, das wird ja auch u.a. bei Sam Gon III`s triloseite ausgeführt. Wäre auch traurig wenn unsere Lieblingskrabbeltiere immer nur Opfer gewesen wären. Ich denke jedenfalls, dass die Trilos auch mal zurückgeschlagen haben und wenigstens an Kadavern von z.B. Orthoceraten "rumgeknabbert" haben. :299:

Hoffe ich jedenfalls.
Grüße Michael

  • »Schachtratte« ist der Autor dieses Themas

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5

Samstag, 24. März 2007, 07:31

Ich dachte eigentlich nicht an Aasfrass, sondern eher an aktive Jagd, auch auf Artgenossen.
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Agnostus

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6

Samstag, 24. März 2007, 08:41

Räuberische Trilos

Hallo Udo,

also Olenoides soll so ein Räuber gewesen sein, der auf der oben beschriebenen Art und Weise die Würmer schredderte. Man geht davon aus das es in Regel Priapuliden waren, die gejagd wurden,( die übrigens selber Karnivoren sind und aktiv jagen, die Heutigen wühlen sich in der Regel durchs Sediment, ist ja sicherer) erstens waren die damal zahlreicher als heute und hatten eine entsprechende höhere Diversität als Polychaeten. Zum anderen waren Borstenwürmer(Polychaeten )nicht so zahlreich, aber dafür wehrhafter.( Folge: heute soll die Diversiät der Polychaeten grösser sein, als am Paläozoikum) Im Kambrium/ Silur hat man sogar sogenannte "Panzerwürmer"( Palaeoscolecida) nachgewiesen( Einer der neusten Entdeckungen aus dem Unterordovizium von Colorodo hat übrigens witzigerweise den folgenden Namen Manitouscolex !!! :D bekommen, Nur mal so als Anmerkung.) Panzerwürmersclerite findet man auch gelegentlich in Schlämmrückständen von Stinkkalken.

Grüsse
Ronald

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7

Samstag, 24. März 2007, 10:07

Da kann man sich dann eine Walligabel als Suchorgan durchaus gut vorstellen.
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reedops

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8

Samstag, 8. September 2007, 11:09

Der Fred ist zwar schon älter aber ich finde die Thematik trotzdem hochinteressant.

Wenn man sich die grundsätzliche Diversität und den enormen Entwicklungszeitraum von knapp 300 Mio Jahren vor Augen führt denke ich das Trilobiten so ziemlich jede Niesche besetzt haben die sich ihnen grundsätzlich darbot. Bei rezenten Organismen könnte man als Vergleich möglicherweise die Coleoptera (Käfer) heranziehen. Hier findet sich vom kleinen Destruenten bis zum effektiven Prädator auch alles was man sich so vorstellen kann. Eine Beschränkung auf das Abräumen toten Materials oder das ausschließliche jagen von Würmern am Meeresgrund greift meines Erachtens zu kurz. Warum sollte Erbenochile zum beispiel nicht im Sediment vergraben auf kleinere Artgenossen gelauert haben? Die turmartig erhöten Augen bieten sich ja förmlich dazu an.

Der komplexe Sehaparat einiger Arten macht für (marine) nekrophage Organismen m.E wenig Sinn. Mich würde mal interessieren was man über die anderen Sinnesorgane der Trilos so geschrieben hat? Gibt es spezielle Untersuchungen zu den Fühlern oder den Tasthaaren von denen ich bei Fortey mal was gelesen habe? Ich habe hier einige Vogelspinnen sitzen (natürlich im Terrarium) die trotz bescheidener Augen aber mit sehr präzise arbeitenden Sinneshaaren ausgesprochen effektiv jagen.

Rudolf

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9

Sonntag, 9. September 2007, 22:12

Willkommen und Zustimmung

Willkommen Dennis,
da die Trilos unsere Erde über einen extrem langen Zeitraum bevölkert haben bin ich auch der Meinung das sie sich alle möglichen Nischen erschlossen haben.Auch die Elektrosensorik ist im Wasser weit verbreitet,was im Faller der Triloauswüchse auch für eine aktive Jagt spricht .Was fehlt ist der entgültige Beweis.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D
Der Klügere gibt nach führt zu einer Regierung von Dummköpfen

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10

Montag, 10. September 2007, 19:18

RE: Willkommen und Zustimmung

Zitat

Original von Rudolf
Willkommen Dennis,
da die Trilos unsere Erde über einen extrem langen Zeitraum bevölkert haben bin ich auch der Meinung das sie sich alle möglichen Nischen erschlossen haben.Auch die Elektrosensorik ist im Wasser weit verbreitet,was im Faller der Triloauswüchse auch für eine aktive Jagt spricht .Was fehlt ist der entgültige Beweis.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D


Ich denke der wird auch schwer zu erbringen sein. Aber nichts ist unmöglich.
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Diacanthaspis

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Montag, 22. September 2008, 00:31

Ja sicher, in der Paläontologie lässt sich nur sehr wenig endgültig beweisen.
Dafür sind einige Dinge einfach wahrscheinlicher als andere.

Ich denke das Funktionsmorphologie den besten Ansatz zur Deutung der Ernährungsweise bietet. Auch Population Verteilungen könnten einen Ansatz bieten.

Z.b. müssten dann aktive Jäger selten sein.

Grüße

Heiko

Jens

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Mittwoch, 17. Oktober 2012, 10:53

Hi,

hier eine Arbeit von Thomas Hegna, der die Funktionsmorphologie und mögliche Ernährungsweise von asaphiden Trilobiten mit einem Isotelus-typ Hypostom untersucht hat.

Er hat z.B. festgestellt, dass die Anzahl der Terassenlinien auf dem Hypostom mit der Grösse des Trilobiten ansteigt, was er mit einem gesteigerten Nahrungsbedarf deutet. Das Hypostom diente seiner Meinung bei diesen Trilobiten (Asaphus und Co.) als eine Art Reibebrett, welches im Zusammenspiel mit spezialisierten Gliedmassen des Kopfes den Nahrungserwerb sicherte.

http://www.academia.edu/213012/The_funct…ilobite_feeding

lg,
Jens
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Michael

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Donnerstag, 10. Januar 2013, 11:02

Hallihallo,

habe ein bisschen rumgesucht und hier ein paper über Cruziana (Trilobitenspuren) des Ordoviziums von Portugal gefunden. In der Arbeit werden anhand der Spuren verschiedene Arten des Fressverhaltens der Trilobiten untersucht. U.a. gehts darum, wie Spuren von Würmern mit denen der Trilobiten (Cruziana) gemeinsam auftreten- ob zufälliges Auftreten auf einer Platte oder Jagdverhalten... Als wahrscheinliche Verursacher der hier behandelten Cruziana werden die zeitgleich in Portugal auftretenden Asaphiden angesehen. Aber lest mal selbst, finde es ziemlich spannend... :050:

Roller Coaster Behavior in the Cruziana Rugosa Group from Penha Garcia (Portugal): Implications for the Feeding Program of Trilobites- C.Neto de Carvallo

http://www.naturtejo.com/ficheiros/conte…abalho%2065.pdf

Werde das paper mal auch bei Quellen/ Literatur noch einstellen...

Also viel Spaß damit,

lg,

Micha

Jens

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Donnerstag, 10. Januar 2013, 21:16

Hi Micha,

schön gefunden, sowas ist immer spannend. Ich meine es gibt ein paar Arbeiten auch zu ähnlichen Funden aus dem Mickwitzia-Sandstein von Västergötland.

Ah, ich habe Links dazu gefunden: http://www.gff-online.se/site/article.asp?articleID=670

Und im dem PDF zu einer Lehrveranstaltung sind ein paar Bilder von Jensen aus dem Mickwitzia-Sandstein zu sehen:

http://brianomeara.info/sites/default/fi…01_Evidence.pdf

hier der Link zur Arbeit von Jensen: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.11…1779.x/abstract

lg,
Jens
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Michael

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Freitag, 11. Januar 2013, 07:41

Hi Jens,

danke für die links, wirklich spannend. :323:

Ist finde ich ein sehr interessantes Thema. Bei den gemeinsam auftretenden Cruziana und Wurmspuren handelt es sich ja wohl lt. Ansicht einiger Autoren eben oft nicht um Spuren einer Jagd. Sondern in vielen Fällen sind wohl die "Würmer" erst nach dem Trilobiten an derselben Stelle gewesen bzw. haben wohl dieselben Deckungen genutzt... Ist wohl erkennbar daran, dass die Cruziana wiederum durch die Wurmspuren verwischt ist. Bei den Bildern von Jensen soll es sich wohl aber doch um Spuren einer Jagd handeln... Naja, ich kann das selbst schlecht einschätzen, wenn man das Material vor sich hat ist das wohl besser möglich...Gibt immer viel Raum für Interpretationen, ganz eindeutige Beweise sind wohl schwer zu finden. Da müssten wohl erkennbare Reste im Trilodarm oder Koprolithen vorliegen... Bin auf jeden Fall gespannt, was noch alles entdeckt wird...

lg,

Micha

Jens

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Freitag, 11. Januar 2013, 14:17

Hi Micha,

gut zusammengefasst die Problematik. So ganz klar sind die Deutungen der Würmerjagd bislang noch nicht belegt, aber es ist eine schöne Vorstellung wie die Krabbler sich ein paar Würmchen einverleibt haben.

Immerhin wäre es ja beim heutigen Limulus ähnlich. Ich habe mir da mal eine paar Sätze aus dem Internet kopiert: http://www.peteducation.com/article.cfm?c=16+1898&aid=2107

"The Horseshoe Crab will dig through sand and gravel in search of worms and any organic debris. It will move the substrate around almost nonstop in its search for food. It is reef safe, but when attaining its larger size, it can be harmful to fish and invertebrates, especially worms and clams. clams = Muscheln

Although the Horseshoe Crab may find some food scavenging, its diet should be supplemented with meaty items such as pieces of squid and shrimp."

Trilobiten und Pfeilschwanzkrebse sind einander ja nicht unähnlich, allerdings haben letztere wohl doch etwas kräftigere Extremitäten gehabt.

lg,
Jens
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Donnerstag, 20. Juni 2013, 15:20

Hi Ihr,

hier mal was zum Thema "Trilobiten als Jäger". Hab die Arbeit erstmal nur überflogen, ist aber interessant. Anhand von Spurenfossilien wird Isotelus als Jäger dargestellt.

Isotelus (Trilobita) "Hunting Burrow" from Upper Ordovician Strata, Ohio

Danita S. Brandt, David L. Meyer, Peter B. Lask (Journal of Paleontology, Vol 69, No.6 (Nov.,1995), pp 1079-1083

http://www.cornellcollege.edu/geology/co…dtetal-1995.pdf

Viel Spaß damit,

lG,

Micha

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Montag, 8. Februar 2016, 10:18

Hi Ihr,

habe hier eine spannende neue Arbeit über Spurenfossilien als möglichen Nachweis für jagende Trilobiten gefunden. In Schichten aus dem Furongian (Oberes Kambrium) von Südost- Missouri (USA) wurden sehr zahlreich Trilobiten zugeschriebene Spurenfossilien (Rusophycus und Cruziana) gefunden, die häufig Grabspuren wurmähnlicher Organismen kreuzen. Die Winkel, in denen diese Spuren zueinander stehen, sind laut den Autoren nicht zufällig, ausserdem kreuzen sie sich wesentlich öfter, als nach dem Zufallsprinzip zu erwarten wäre. Daraus u.a. wird darauf geschlossen, dass dort eben Trilobiten nach "Würmern" gejagt haben.
Ich finde diese Funde sehr spannend, kann mir natürlich selbst kein Urteil erlauben ob das jetzt wirklich Nachweise für jagende Trilos sind. Jedenfalls eine interessante Arbeit, was meint Ihr ?

Tara Selly, John Warren Huntley, Kevin L. Shelton, James D. Schiffbauer: Ichnofossil record of selective predation by Cambrian trilobites (Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology 444 (2016) 28-38)
https://www.researchgate.net/publication…rian_trilobites


lG
Micha

Jens

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 12:29

Hi Micha,

interessante Arbeit. Schwer zu sagen ob die Autoren richtig liegen, aber aus dem Schwedischen Mickwitzia-Sandstein wurden ja ebenfalls Funde von einer Vergesellscchaftung von Wurmspuren und den Grabespuren von Trilobiten beschrieben und als mögliche Predation gedeutet.

Nun von irgendetwas haben die Trilobiten sicher gelebt und wenn ich mir die stachelartigen Fortsätze an den Beinen von Olenoides und auch Triarthrus anschaue, dann kann ich mir gut vorstellen, dass diese beim Nahrungserwerb hilfreich waren.

lg,
Jens
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Xiphogonium

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Donnerstag, 11. Februar 2016, 09:07

Ist eigentlich mittlerweise - ohne jeden begründeten Zweifel, wie es so schön heißt - nachgewiesen daß die vermuteten Trilobitenspuren auch wirklich von Trilobiten stammen, oder wird das immer noch von einigen Workers bestritten? Wenn ich mich recht entsinne, habe ich hin und wieder mal irgendwo einen Absatz oder Artikel gelesen, demzufolge diese Spuren vielleicht doch nicht von Trilos stammen ... :163:
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