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  • »Klapperstein« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 20. Februar 2017

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1

Freitag, 3. März 2017, 15:06

[Geschiebe] - artikulierter ordov. Trilo

Hallo Werte Triloexperten,

zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ich Stefan, ich beschäftige mich hobbymäßig mit Fossilien und bin unter dem gleichen Nickname auch in Steinkern zu finden. Ich habe mich kürzlich hier im Forum angemeldet, da ich viel im Geschiebe nach Fossilien suche und dabei des Öfteren auf Überreste von Trilobiten treffe. Den aktuellsten Fund aus dem Geschiebe möchte ich im Folgenden kurz vorstellen.

Das Gestein habe ich unter Vorbehalt als Unterer Grauer Orthocerenkalk eingeschätzt, welcher bis auf zwei Schecken und einen vergammelten Cephalopoden relativ fossilleer war (siehe Übersichtsfoto). Der beinhaltete Trilobit zeigt sich im ungünstigen Parallelbruch, wobei ich hoffe, dass es kaum Verluste der Schale gab. Als markantes Merkmal ist mir das langstielige Auge aufgefallen, welches zum Teil im Negativ zu suchen ist. Kann mir jemand mit der Bestimmung des Trilobiten weiterhelfen?


Vielen Dank im Voraus und schönes Wochenende,

Stefan
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Xiphogonium

Administrator

Beiträge: 2 870

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2

Freitag, 3. März 2017, 19:50

Hallo Stefan,

willkommen im Forum! :-)

Die Bilder sind auf meinen Monitoren leider nicht allzu gut zu erkennen. Aber die Länge des Augenstieles kann dir bei einer groben Bestimmung helfen.
Es scheint kein kowalewskii zu sein, aber eher sowas wie Asaphus punctatus oder Asaphus cornutus. Schau doch mal in die Galerie:

http://www.trilobita.de/asaphida.htm

und vergleiche mal die Länge der Augenstiele. Für mich ist das auf deinen Bildern nicht wirklich gut zu sehen ...

Gruß,

Mike
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ulrich12

Nutzer

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3

Sonntag, 5. März 2017, 13:39

Hallo Stefan,

ich bin zwar wenig im Geschiebe unterwegs aber durch Einblick in Sammlungen Anderer weiß ich, dass Du da eine Geschiebe-Rarität gefunden hast! Die Vollständigkeit des Trilobiten ist noch nicht gesichert, da die andere Freiwange fehlen könnte, wovon man aber nicht ausgehen muss. Die Präparation dieses Stückes solltest Du, sofern Du nicht langjährige Erfahrungen damit hast, unbedingt einem Fachmann überlassen - es wäre Schade um diesen besonderen Fund!!!

Viele Grüße Uli

  • »Klapperstein« ist der Autor dieses Themas

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4

Montag, 6. März 2017, 20:05

Vielen Dank für die Antworten! Mit den Staringia Heften von Hans-Hartmut Krueger bin ich auch auf Asaphus bzw. Neoasaphus cornutus gekommen, jedoch sind die Augen bei meinem Exemplar m.E. noch länger gestielt. Vielleicht fällt dies in die phänotypischer Plastizität der Art?! Ich habe nochmal versucht die im Feld gemachten Bilder aufzuarbeiten, denn ich kann derzeitig keine besseren Bilder liefern.

Viele Grüße,
Stefan

P.S. Ich dachte zuerst, dass das Pygidium bereits bei der Einbettung zerbrochen ist und in mehreren Ebenen liegt, jedoch erscheint es mir nun als ob eine Ebene tiefer ein weiteres Schalenfragment liegt. Dies steigert meine Hoffnung auf ein unversehrtes Exemplar. Aber wie Paul immer sagt, "Es ist nur da was man auch sieht" :)
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Michael

The Inner Circle

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5

Mittwoch, 15. März 2017, 08:59

Hallo Stefan,

auch von mir erstmal herzlich willkommen hier im Trilo- Forum ! Komme auch gerade aus dem Urlaub an der Ostsee, habe fleißig im Geschiebe gesammelt- leider nichts komplettes gefunden dieses mal ;-)
Dein Asaphus ist ein toller Fund, Glückwunsch dazu. Willst Du den selbst präparieren ? Ich finde die Augenstiele für Neoasaphus cornutus ziemlich lang, tendiere eher zu Neoasaphus punctatus... ist aber anhand von Fotos nicht so eindeutig zu sehen. Neoasaphus punctatus wurde auch schon im Geschiebe gefunden, wir hatten vor einer Weile mal diese Arbeit über einen Fund von H.H. Krüger verlinkt:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e…fEGZRuqkHQB9NOQ


lG
Micha

Jens

Moderator

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6

Dienstag, 4. April 2017, 13:39

Hallo Stefan,

auch von mir Gratulation zu diesem Fund, dass ist mit Sicherheit ein seltener Asaphide. Die relativ schlanken aber langen Augenstiele sprechen meines Erachtens für einen Neoasaphus punctatus. Das ist ein ziemlich seltener Bursche im Geschiebe. Ich habe als ich noch aktive im Geschiebe gesammelt habe nie einen solchen Fund gemacht. Der Grund dafür ist die Seltenheit des Gesteins. Die Art ist ostbaltischen Ursprungs und von dort haben wir nur selten gute Kalke bekommen, zumindest nicht in Mecklenburg-Vorpommern. Es gibt natürlich Funde, aber die sind eben an Eisvorstösse aus dem Osten gebunden, z.B. während der Saale-Eiszeit, weniger in der Weichsel...

Wie auch immer, dein Fund wird eine sehr gut erhaltene Schalenoberfläche zeigen und die Details sind, wenn richtig präpariert traumhaft. Also, höre dich mal um wer sowas gerne präparieren möchte und Zeit dafür hat.

Ich freue mich schon auf das Ergebnis.

lg,
Jens
Was wäre die Welt ohne Trilobiten.
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