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Rudolf

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1

Montag, 19. Februar 2007, 10:12

Was ist Sammelwürdig

Unter Sammlern hört man des öfteren"so ein Schrott kommt nicht in meine Sammlung". Meine Erfahrung ,meist aus Bundenbach, ist die selbst das unatraktivste Stück birgt oft Überraschungen. Was Andere oft achtlos weggegeben haben war später ein seltener Stern,Annelide,oder wie mir mal passiert eine Gemündina.
Wie ist das bei Trilobiten. Ich stelle jetzt ein paar Trilos ein und erbitte eure Meinung dazu.
Als erstes natürlich ein Stück aus Bundenbach.
Wangenstachel von einem Odontochilen .Länge ca 15 cm.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D
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Der Klügere gibt nach führt zu einer Regierung von Dummköpfen

Rudolf

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2

Montag, 19. Februar 2007, 10:19

Sammelwürdig Tschechien

Den halben Hydrocephalus carens habe ich bei E-bay sehr preiswert erstanden.Er ist 13 cm lang und 4,5cm breit.
Den Hydrochephalus sp. habe ich günstig getauscht. Er ist 9,5 cm lang und 5,5 cm breit.Leider halt nicht vollständig.
Vieleliebe Grüße
Rudolf :D
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juniper

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3

Montag, 19. Februar 2007, 10:21

was sammel-„würdig” ist, hängt nicht nur vom Stück selber ab, sondern auch von dem, was der Sammler damit verbindet (z.B. das erste Selbstgefundene...) und was er in wissenschaftlicher Hinsicht darüber weiß.

Odontochile aus Bundenbach zum Beispiel ist immer jenseits von Gut und Böse :D. Selbst wenn die Spange nur 3 cm groß wäre - wird mit Kußhand genommen!

Klaus
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2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge

Rudolf

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4

Montag, 19. Februar 2007, 10:25

Sammelwürdig Marokko

Diesen Monstrosus habe ich als Rohling erhalten und bisher(geht auch weiter) selbst präpariert.Wie man sieht sind die Wangenstacheln vollständig aber das Hinterteil ist etwas verfallen. Ich habe bisher selten einen Monstrosus mit so schönen Wangenstacheln gesehen.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D
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5

Montag, 19. Februar 2007, 10:31

Sammelwürdig Canada

Diesen Pseudogygites latimarginatus 4,2x3 cm aus dem Ordovicium von Canada habe ich über E-bay für 15 Dollar gekauft.Er ist nicht ganz vollständig aber für mich eine Bereicherung meiner Sammlung.Ob das Tier selten ist oder nicht ist mir egal.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D
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Xiphogonium

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6

Montag, 19. Februar 2007, 10:47

Ich behalte eigentlich alles, solange es nicht "verhunzt" wurde und einigermaßen natürlich vorliegt oder och gerade mal jemandem unter die Arme greifen mag.

Füpr mich sind das alles Zeugen der Erdvergangenheit und wenn es auch der simpelste Trilo ist. Wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten der Erhltung gegeben waren so sind das alles "Survivor".

Gruß

Mike
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7

Montag, 19. Februar 2007, 15:31

ich denke,daß jeder Sammler seine eigene Sammelphilosophie haben und pflegen sollte; natürlich gibt es die Ästheten,für die nur Perfektion zählt,bzw die sich nur an optisch attraktiven Stücken erfreuen.
Auf der anderen Seite die Systematiker,für die halbe Freiwangen eines seltenen Trilos sowas wie die Entdeckung des heiligen Grals darstellen.
Und dann die große Menge der Sammler,die sich irgendwo zwischen diesen Extremen wiederfinden.
Da Fossiliensammlen sowieso nur was mit subjektiven Ansichten zu tun hat,gibt es auch kein richtiges oder falsches Sammeln.
Ist doch auch gut so,daß die Geschmäcker da verschieden sind...
Andreas

P.S Alle deine abgebildeten Stücke empfinde ich übrigens nicht als "Schrott" ,sind sogar mehr als sammelwürdig!

pavel2

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8

Montag, 19. Februar 2007, 16:01

Ich schließe mich Andreas und den anderen an. U.a. ich bin der jenige, der Pygidien und Kranidien sammelt oder sie sogar kauft - dagegen verspüre ich kein Bedürfnis mehr, theatrale devonische Marokkaner zu besitzen (das heißt aber nicht, dass sie mir nicht gefallen).

Zu dem H. carens: ganz schön hütten, auf seine Fundstelle (Skryje) kommt vermutlich etwas zu - da ist eine Millitärbasis in JInce dagegen eine harmlose Sache... :O

Xiphogonium

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9

Montag, 19. Februar 2007, 17:12

Es wäre ja auch schlimm wenn jeder auf dem selben Level sammeln würde (wobei ich nicht Level = Qualitätsstufe meine habe), ansonsten wäre die Konkurrenz unnötig hoch! ;)

Und ein "schnöder" Gerastos ist mir im Grunde genauso lieb wie ein Arctinurus, auch wenn es sicher schön wäre letzteren zu besitzen.

Mike
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Montag, 19. Februar 2007, 18:33

Ich schmeiße prinzipiell nix weg. Was ich nicht gebrauchen kann wird verschenkt oder wandert in eine geilogische Sammlung einer Universität. Oft ist es so, dass in den Bereichen der Paläontologie an Sachen gearbeitet wird, wo uns oft die Vorstellung fehlt, dass daran gearbeitet wird. Beispielsweise Wachstumslinien an fossilen Schildkrötenknochen. Da ist es doch besser es werden isolierte Platten zersägt, als vollständige Individuen. Letzteres habe ich bei Fischen und Ichtyosauriern aus dem Lias Epsilon schon gesehen.
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?

Der Idealismus wächst mit der Entfernung zum Problem!

"Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen."

Agnostus

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Montag, 19. Februar 2007, 18:45

Was ist Sammelwürdig

Wie schon geschrieben wurde, ist das was sammelwürdig erscheint immer sehr subjektiv. Wenn man von einem Sammelgebiet einen möglichst umfassenden Überblich haben möchte. Sammelt man natürlich auch Festwangen Cephala und Pygidien. Zumal komplette Tiere ja immer Ausnahmen darstellen. (Abgesehen von wenigen Fundstellen auf der Welt, wo komplette Exemplare relativ häufig vorkommen). Ich sammel schon sehr lange kambrische Geschiebe und komplette Trilobiten kommen sehr selten vor. Genauso in im Anstehenden, abgesehen von einigen wenigen Plätzen wo einige wenige Arten auch etwas häufiger als komplette Exemplare zu finden sind. Das wiederspiegelt sich meist auch schon in der jeweiligen Fachliteratur. Darum kommen bei mir auch einzelne Panzerteile in die Sammlung.


Grüsse
Ronald

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Agnostus

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12

Montag, 19. Februar 2007, 19:07

Hallo Schachtratte,
so ähnlich machen wir das in Rostock auch. Wo unsere Gruppe mit der Uni zusammenarbeitet und wir innerhalb der zoologischen Sammlung eine Paläontologische Teilsammlung aufbauen, dort landen dann viele Doubletten. Da wir aber auch sehr gute Beziehungen zum Heimatmuseum im Ostseebad Rerik haben, landet dort auch eine Menge an Fossiilien aus Geschieben.
Auch tauschen wir in der Gruppe untereinander oder was ich selber nicht gebrauchen kann, da man im Geschiebe ebend auch viele andere Fossilien findet, verschenke ich an andere Mitglieder unserer Gruppe.

Grüsse
Ronald

Andries

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13

Dienstag, 20. Februar 2007, 17:53

Ein anderen Aspekt ist auch der Platzbedarf.
Man kann nunmal nicht alles mitnehmen, auch wenn man es gerne möchte.
Aus Marokko habe ich mindestens 50 bis 60 Häutungsteile mitgenommen, weil die auch super sind.
Es gibt immer jemand, der sowas gerne haben möchte.

Außerdem mache ich es immer so, daß ich die Teile, welche ich nicht mitnehme,
einfach vor Ort an eine Gute Stelle hinlege.
Der nächste Sammler interessiert sich vielleicht dafür und nimmt es mit.

@ Rudolf
der Monstrosus ist phantastisch.
Selbst wenn er nicht komplett wäre, die streifenmasserung ist super.
Dass wäre für mich schon Grund genug ihm aufzuheben, selbst wenn es nur einen Cephalon gewesen wäre.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andries« (20. Februar 2007, 17:56)


Rudolf

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Dienstag, 20. Februar 2007, 19:25

Streifenmaserung

Hallo Andries , wo die Masrung herkommt weiß ich nicht.Es sind keine Nadeleinschläge.Die sind zwar auch drauf aber die Maserung kann etwas mit der Verschiebung des Sediments zu tun haben.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D
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Andries

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15

Dienstag, 20. Februar 2007, 22:42

Bisher kenne ich die nur aus Gerolstein.
Dort gibt es wohl eine Lage, wo sie gehäuft vorkommen.
Auf jedenfall interessant.
Wenn das Stück fertig ist, wird er sicherlich super aussehen.

16

Mittwoch, 21. Februar 2007, 06:42

bei den Geeser Stücken nennt man das übrigens "Holzmaserung";

Andreas

Andries

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Mittwoch, 21. Februar 2007, 12:15

:041: so habe ich es mal selber genannt, da ich den Harald
schon mal gefragt habe, ob er mir nicht eins besorgen kann.
Mir viel halt nichts gescheitet ein, ausser Holzmasserung.
Aber das dies auch die gänge Bezeichnung ist, finde ich super.

juniper

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Mittwoch, 21. Februar 2007, 14:17

verheilte Risse

Frage an die Experten:
ist die achat-gestreifte Struktur der bewußten Gerolsteiner Trilobiten auf die gleiche Ursache zurückzuführen wie die „Linierung” an Rudolfs Dicranurus?
Solche Linien wie am Dicra sind nämlich häufiger zu beobachten, und nach meiner Kenntnis auf diagenetische Prozesse zurückzuführen („verheilte” Risse im Gestein).
Bei der Einbettung geborstene Schalen wiederum sehen ganz anders aus.
Ich hätte angesichts der gerolsteiner „Holzmaserung” eher an einen Effekt durch die beteiligten Mineralien gedacht (saudoof ausgedrückt: Achat :rolleyes: ) ?

lg. Klaus
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