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Agnostus

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21

Sonntag, 25. März 2007, 18:24

RE: Weichteile

Hallo Udo,
ich meine jetzt nicht die Dinger aus de Sohlenhofner Kalken. Das ist ja was ganz Anderes. Allein schon durch die Erhaltung.
Logisch das sie von der Dorsalseite mehr her machen, ist ja bei Trilos ja auch so.
Ausserdem gibt es sie höchstwahrscheinlich erst seit dem Oberperm.
Und sie sind trotz vieler Ahnlichkeiten eben ne ganz andere Liga als unsere Trilos.

Grüsse
Ronald

Rudolf

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22

Sonntag, 25. März 2007, 19:25

Dorsal oder Ventral

In Bundenbach mußt Du es so nehmen wie es kommt oder die Platte von der anderen Seite verstärken. Die Diskussion vollständig freipräparieren hatten wir ja schon mal.
Ob Beinchen gefunden werden hängt oft vom Zufall und Präparator ab.. Für einen anderen Sammler sollte ich eine Platte mit 6x Chotecops bei E-Bay versteigern.Es wollte sie (Himmel sei Dank ) keiner.Gestern habe ich mir die Platte unter dem Bino nochmal genauer angesehen. Einer der Drei die auf dem Rücken liegen hat noch seine Beinchen.Nicht mehr alle aber ein paar.Werde mich demnächst an die Präparation machen und Euch dann das Ergebniss zeigen.Diese Platte geht natürlich nicht mehr zu E-Bay sondern bleibt in meiner Sammlung.
Viele liebe Grüße
Rudolf :231:
Der Klügere gibt nach führt zu einer Regierung von Dummköpfen

Agnostus

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23

Sonntag, 25. März 2007, 19:41

RE: Dorsal oder Ventral

Hallo Rudolf,

Gratuliere :D

Grüsse
Ronald

Michael

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24

Sonntag, 25. März 2007, 21:44

Hallo Rudolf, dass ist ja Klasse mit der Chotecops-Platte. Freue mich für Dich sehr.
lg Michael

25

Montag, 26. März 2007, 06:25

hi Ronald,
ich verstehe zwar nicht warum,aber Udo hat eine große Affinität zu Asseln besonders aus Solnhofen.Um keine Prügel einzufangen,nie mit ihm über<Asseln diskuttieren....

lg

Andreas

Agnostus

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26

Montag, 26. März 2007, 06:58

asseldiskussion

Hi andrue,

ich kann Udo schon verstehen, irgendwie. Sind ja auch interessant diese Tiere......
Und sie sind im w.S. gut für akutopaläontologische "Spekulationen" was Trilos betrifft.
Das ich auch noch n Faibel für Brachiopoden, fossil wie rezent, habe, wird ja auch hin und wieder belächelt, was mich aber nicht im geringsten stört. :D
Da es ja rezente Brachiopoden gibt, ist Vieles leichter nachvollziehbarer, als bei Trilos und mindestens genauso spannend.
In sofern verstehe ich ihn da schon und Sohlenhofner Fossis sind ja auch was Feines........

..aber danke das du es gut mit mir meinst :D


Grüsse
Ronald

Rudolf

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27

Donnerstag, 26. April 2007, 13:33

Trilobeinchen bei Broilli

Diesen Trilobiten kennen die meisten von Euch als Röntgenaufnahme.Diese Zeichnung stammt aus einer Arbeit von Broilli von 1930.Seitenlage leicht verzerrt.
A=Antennula Ex=Exopodit W=Wurmrest(?) En=Endopodit O=Auge
Ich glaube diese Zeichnung ist aussagefähiger als das Röntgenbild.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D
»Rudolf« hat folgendes Bild angehängt:
  • Broilli.jpg
Der Klügere gibt nach führt zu einer Regierung von Dummköpfen

Diacanthaspis

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28

Sonntag, 29. April 2007, 21:17

Zu dem Thema hab ich auch ein Bild, ein Augenschmaus für alle Kambrium- Plattkern- Freunde. Auch wenn es aus China stammt.


Grüße

Heiko
:305:
»Diacanthaspis« hat folgende Bilder angehängt:
  • 251-zoom1.jpg
  • 251-zoom2.jpg

Xiphogonium

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29

Sonntag, 29. April 2007, 21:22

Und was gibt es bei einem so schönen Stück zu schniefen? :154:
"The gates of Heaven and Hell are adjacent ... and unmarked!" - Carl Sagan
Empfehle uns doch weiter! :201: (Klappern gehört zum Handwerk)

Diacanthaspis

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30

Sonntag, 29. April 2007, 21:58

das er nicht bei mir bleiben wollte ...
Ich hatte nur berufsbedingt mit ihm zu tun, weist du ...

Grüße
Heiko

Rudolf

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31

Montag, 30. April 2007, 10:10

Antennen aus China

Hallo Heiko ,
wie waren die Antennen erhalten calzitisch oder nur als Abdruck.Es sieht so aus als sei an der linken Antenne präpariert worden oder ist es eine Ausblühung.Das Stück würde auch in meine Sammlung passen.
Viele liebe Grüße
Rudolf :D
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juniper

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32

Montag, 30. April 2007, 22:12

chinesische Antennen

aber Heiko, das Kerlchen ist doch in guten Händen :099:

Was man an der wunderschönen Fotographie nicht so deutlich sieht, ist:
· daß es sich um die Ventralseite handelt (also quasi negativ)
· daß der Trilo formidable 12 mm lang ist :)

Die rötlichen Flecken sind umgewandelte Weichteilstrukturen, insofern kann ich nicht sagen, ob die Antennen „Abdruck” oder „calzitisch” sind. Die hauchzarte Substanz ist nicht vergleichbar mit den massiven gegliederten Antennen, die man selten an Bundenbachtrilobiten findet

Grüße
Klaus
Talent ist eine Gabe, keine Verpflichtung.

2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge

juniper

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33

Montag, 30. April 2007, 23:58

RE: chinesische Antennen

ah ja, Nachtrag: An der Antenne sowie an dem winzigen indet.Würmchen links war leicht herumgenadelt worden (ich war’s nicht ;) ).
Wenn man die Bilder um 180 Grad dreht, sieht man daß es Einkerbungen sind.

lg.Klaus
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2.Trilobiten-Tagung (19./20.2.2011): Abstracts der Vorträge

Diacanthaspis

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34

Donnerstag, 3. Mai 2007, 11:22

Hallo Rudolf,

Die Antennen sind in der Tat als Fossil erhalten, jedoch sind die Fossilien meist nicht als Kalzitisch sondern ein undefinierbarer sinnter.
Die Präparation ist alles in einem recht schwierig das Weichteile fast substanzlos sind. Ein optisch schöneres Schaben ist wegen der sehr geringen Substanz nicht möglich.
Die Präparationsspuren kommen unter der starken Beleuchtung etwas stärker zum tragen als sie tatsächlich sind.


Grüße

Heiko

Jens

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35

Donnerstag, 24. November 2011, 10:07

Hallo,

ich habe was gefunden, womit sich dieses Thema mit einem Leckerbissen wiederbeleben lässt, nämlich die Arbeit von Raymond 1920: Appendages and anatomy of trilobites.

http://www.biodiversitylibrary.org/item/70908
downloadbar als pdf oder zum online durchblättern geeignet.

Ich schaue gerade die Tafeln durch, neben dem Triathrus beckii aus der "Beecher bed" finden sich von dort auch Abbildung von einem Trinucleiden namens Cryptolithus tesselatus. Selbst ein Acidaspis mit Beinresten wird abgebildet, leider ist kaum was erkennbar, weil die Tafeln nicht sonderlich gut aufgelöst sind und auch die Präparation sich nicht mit heutigen Techniken messen konnte.

Aber auch Isotelus latus und maximus, von denen ich bislang nicht gehört habe, dass man sie mit Beinen kennt. Spannend.

lg,
Jens
Was wäre die Welt ohne Trilobiten.
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Jens

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36

Freitag, 10. Februar 2012, 23:56

Hallo,

kleines Update mal zu den Weichteilerhaltungen bei Trilobiten.

Auf der Burgess-Shale-Page finden sich einige hoch aufgelöste Bilder von Trilobiten mit Weichteilerhaltung.

Bekannt ist natürlich Olenoides serratus, von dem fantastische Funde dort gezeigt werden.

Hier die Links.

http://burgess-shale.rom.on.ca/en/fossil…=11&m=11&&ref=i von dorsal

und hier ventral:

http://burgess-shale.rom.on.ca/en/fossil…=11&m=10&&ref=i

Der Darm ist als schwarzer Strang sichtbar.

Aber auch andere Trilos zeigen Beine:

http://burgess-shale.rom.on.ca/en/fossil…id=9&m=4&&ref=i
Kootenia burgessensis

lg,
Jens
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juniper

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37

Samstag, 11. Februar 2012, 00:16

Diese Bilder der BurgessShaleFossilien sind sooo geil :201:
Da sieht man mehr drauf als wenn man die Originalfossilien in der Sammlung zuhause liegen hätte.

(OT: dass ein optimales Foto mehr zeigen kann als die Begutachtung des Originalstückes habe ich im letzten Vierteljahr mehr als einmal erleben können. Da hat sich die Fotodiagnose als sehr potent erwiesen /OT)

lg.Klaus
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Andries

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38

Samstag, 11. Februar 2012, 12:45

Mir ist ein Filmchen aufgefallen, welches direkt eine Frage aufgeworfen hat.

3D-Video Olenoides

Man sieht dort wie der Trilobit Kurven läuft und wie sich der Körper leicht nach links und rechts biegt.

Ich bin der Meinung das diese Darstellung inkorrekt ist.
Daher meine Frage, kennt jemand einen Trilobiten gebogen (also horizontal) liegt.
Ich meine nicht aufgerollt, sondern verdreht.
Mir ist nichts bekannt, weshalb ich vermute, dass die Trilobiten kaum enge Kurven laufen konnten.

Wie flexibel waren sie?

Jens

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39

Samstag, 11. Februar 2012, 12:59

Hi Andries,

tja, zur Frage der Bewegungsfähigkeit bin ich nicht sonderlich gut belesen. Ich denke du hast recht, wenn du auf das Problem der eher auf Einrollung beschränkten Bewegungsfähigkeit hinweist.
Nach meiner Erfahrung besitzt der Trilobitenpanzer keine Freiheitsgrade um sich nah links oder rechts biegen zu können. Die Gelenkflächen scheinen mir eine solche Bewegung nicht zuzulassen. Auch sind eigentlich meine vollständigen Exemplare gut artikuliert, wobei vielleicht der eine Phacops aus dem Eiflelium von Marokko einen ganz schwache Rechtsdrehung hat (vielleicht 1mm Torsion). Kann aber auch postmortem erfolgt sein.

Präparation eines echten Phacops sp. - Eifelium von Marokko

Allerdings sollte der Kurvenlauf möglich gewesen sein, analog zum echten Panzer (Tank), wo man ja eine der Ketten langsamer laufen lässt oder sogar anhält um zu drehen.

Wenn also die eine Beinseite schneller läuft als die andere, dann sollte auch bei einem Trilobiten eine Kurve möglich sein.
Kennt jemand lange Trilobitenspuren, da sollte doch gelegentlich ne Kurve sichtbar sein oder zumindest, dass der Beinabstand links und rechts nicht gleich ist.

lg,
Jens
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Jens

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40

Mittwoch, 22. August 2012, 09:46

Hi,

auf der Burghess Shale Homepage gibt es auch eine Animation, die zeigt, wie man sich einen Schlammstrom unter Wasser vorstellen kann.
Wir hatten ja vorher schon das Thema Turbidit, hier wird so einer mal anschaulich vorgestellt.

http://burgess-shale.rom.on.ca/en/sea-od…phic-burial.php

lg,
Jens
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